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Ayana
Rang1



Anmeldungsdatum: 19.07.2012
Beiträge: 558

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2018 23:06 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
nur was ist denn die alternative derer, die adoption ablehnen? wollen sie die LE zwingen die kinder zu behalten? sollen sie anstelle dessen als pflegekinder zu pflegeeltern kommen? sollen sie in heimen aufwachsen?


Da werden die Situationen, die einer Adoption vorangehen, oft nicht sehr differenziert gesehen.
Es wird da z.T. sehr pauschal die Meinung vertreten "Ein Kind gehört zu seiner (leiblichen) Mutter/seinen leiblichen Eltern".
Dass leibliche Mütter/Eltern aus eigenem und freien Entschluss und mit triftigen Gründen ihr Kind zur Adoption freigeben, ist für einige nicht vorstellbar - es herrscht wohl die Vorstelltung, diese Mütter/Eltern wurden zur Freigabe gezwungen oder überredet, oder haben in einer psychischen Ausnahmesituation übereilt entschieden und bereuen ihre Entscheidung hinterher.

Wenn man zu bedenken gibt, dass ein Verbleib bei den leiblichen Eltern in manchen Fällen definitiv nicht möglich ist (weil z.B. nicht mehr am Leben, nicht bekannt, nicht auffindbar oder nicht erziehungsfähig), sind manche tatsächlich allen Ernstes der Meinung, dass die Kinder dann in einem Heim besser aufgehoben sind als bei Adoptiveltern ...

Die, die sich differenzierter äußern, sprechen sich für Pflege statt Adoption aus: rechtliche Bindung des Kindes zu den leiblichen Eltern bleibt dann erhalten, es besteht i.d.R. ein Anspruch auf Umgangskontakt und es bleibt eine Rückkehroption.

Das ist tatsächlich für viele auch ein guter Weg, es gibt aber auch Herkunftseltern, die ganz klar und eindeutig wollen, dass ihr Kind in einer Familie aufwachsen soll, zu der es voll und ganz und auch rechtlich gehört (Umgangskontakt ist auch bei Adoption möglich, allerdings ohne Rechtsanspruch).

Wenn dich der "Originalton" interessiert, kannst du ja in einschlägigen Adoptionsforen mal nachlesen...
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Ayana
Rang1



Anmeldungsdatum: 19.07.2012
Beiträge: 558

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2018 23:16 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Von Menschen mit Behinderungen kenne ich eher das Gegenteil. Ablehnung der PID für alle, weil man selbst gerne lebt und deshalb meint, Menschen vorschreiben zu müssen, dass sie grundsätzlich jedes Kind austragen müssen. - Da ist man dann als Eltern aber sehr in der Zwickmühle, denn man kann schlicht nicht wissen, was das Kind, das es später einmal gibt oder geben könnte, denn wollte. ...


Ich denke auch, dass die, die ihren Eltern Vorwürfe machen oder sie verklagen, eine Minderheit sind.

PID und Pränataldiagnostik finde ich schwierig. Ich erkenne an, dass jemand nicht seine persönliche Meinung zum allgemeingültigen Gesetz machen kann.
Ich verstehe aber auch, dass es für Menschen, die mit einer Behinderung leben, schwer erträglich ist, sich anhören zu müssen, dass die GEburt Menschen mit Behinderungen möglichst verhindert werden soll. Heißt ja in Konsequenz auch, sie selbst hätten vorgeburtlich vernichtet werden sollen, statt zur Welt gebracht zu werden ...

Viele Grüße
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rebella67
Rang5



Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13526

BeitragVerfasst am: 21 Jan 2018 23:34 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Ayana hat folgendes geschrieben:

PID und Pränataldiagnostik finde ich schwierig. Ich erkenne an, dass jemand nicht seine persönliche Meinung zum allgemeingültigen Gesetz machen kann.
Ich verstehe aber auch, dass es für Menschen, die mit einer Behinderung leben, schwer erträglich ist, sich anhören zu müssen, dass die GEburt Menschen mit Behinderungen möglichst verhindert werden soll. Heißt ja in Konsequenz auch, sie selbst hätten vorgeburtlich vernichtet werden sollen, statt zur Welt gebracht zu werden ...


Schwierig ist das Thema allemal, liebe Ayana. Ich würde es aber nicht so ausdrücken, dass Menschen mit bestimmten Behinderungen "möglichst verhindert werden sollten". Das wäre dann ja eine gesellschaftliche Sicht, die auch wieder individuellen Entscheidungen von Eltern entgegen stehen könnte.

Nach meiner Auffassung müssen solche Entscheidungen bei den Eltern bleiben. Wobei ich gut damit leben kann, wenn der Staat zur Geburt eines blonden oder eines schwarzhaarigen Kindes keine PID erlaubt. In den Fällen aber zumindest, in denen heute in Deutschland die PID möglich ist, sollte sie auch möglich sein. Nach einer Entscheidung von gut informierten Wunscheltern. Diese treffen die Entscheidung für sich und grundsätzlich nicht für alle Menschen mit einer bestimmten Behinderung.
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Liebe Grüße, Rebella
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rebella67
Rang5



Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13526

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2019 21:43 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Unser 16-jähriger Sohn hat uns heute beim Abendbrot nebenbei erzählt, dass einige seiner Freunde schon länger von der Samenspende wissen. Er sagt, sie hätten in der Mensa gesessen und einer von ihnen wäre zufällig auf das Thema Samenspende gekommen und hätte sich gefragt, wie es den betreffenden Kindern wohl geht. Da hat unser Sohn dann geantwortet, das könne er sagen, bei ihm war das auch so. Komischerweise haben die anderen dann gar nichts mehr gefragt und hatten schnell ein anderes Thema. Es wurde also voll nebenbei abgehandelt.
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Liebe Grüße, Rebella
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rebella67
Rang5



Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13526

BeitragVerfasst am: 13 Jun 2020 11:56 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe gerade, ich habe hier schon sehr lange nichts mehr geschrieben. Aber es gibt auch nichts weiter zu sagen.

Es ist alles gut, so, wie es ist.
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Liebe Grüße, Rebella
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