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klein-putz Foren-Übersicht -> Theorie -> Immunologisches / Blutwerte -> Mutmacher nach 6FGs (ELSS) > TH1 Dominanz
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Goldendog
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Anmeldungsdatum: 30.12.2020
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 07 Sep 2021 13:02 Beitrag speichern    Titel: Mutmacher nach 6FGs (ELSS) > TH1 Dominanz Antworten mit Zitat

Achtung sehr lang, ausführlich mit Trigger, aber Happy End!

Ich möchte hier meine Geschichte zurück lassen, die anderen Frauen in ähnlicher Situation Hoffnung schenken und ich hier ein paar Mal Dinge nach gefragt habe. Mag nicht einfach so verschwinden.

Wir haben bereits zusammen einen Sohn (2016) 1. ÜZ Eisprung R/L und eine Tochter (2017) 1x nicht verhütet; ungeplant Eisprung R - wir wollten immer 4 Kinder und so haben wir im August 2019 begonnen die Verhütung weg zu lassen. Da unsere zwei Großen nur 16 Monate auseinander sind und es bei beiden ratzfatz klappte, ließen wir uns diesmal mehr Zeit... im Prinzip auch gut so, weil ich sehr schnell schwanger werde (1.-3. ÜZ maximal). Ich messe seit dem KiWu vor meinem Sohn auch Tempi und kenne meinen Körper sehr gut. Beide Kinder sind per Sectio auf die Welt gekommen.
Ich hatte 6 Fehlgeburten, davon 1 ELSS - eventuell waren es 2. Als ob Fehlgeburten nicht schon schlimm genug sind... immer zu bangen, dass es ja richtig sitzt ist nochmal eine Sorge mehr.

1. Fehlgeburt 09/2019 5. SSW vEt 24.05.2020 Eisprung R/L
Ich bin dann auch direkt im 1. ÜZ schwanger geworden, wobei es mir schon komisch vorkam, dass der Test erst an NMT das erste Mal schwach positiv war und ich leichte, rosa Blutungen hatte. Ich war dennoch beim Arzt, wo eine Fruchthöhle mit Hämatom in der Gebärmutter zu sehen war. Leider war das HCG am nächsten Tag nur bei 12 und somit erlebte ich meine 1. Fehlgeburt, die medikamentös unterstützt wurde (war wahrscheinlich komplett unnötig.). Gut ich habe ja zwei gesunde Kinder, kann mal vorkommen, dass da eine Fehlgeburt folgt. Es war so schade, denn meine beste Freundin wurde einen Monat davor schwanger mit ihrem 2. Kind... das jetzt 1,5 Jahre alt ist. Meines nicht.

Diagnose Dehiszenz
In den nächsten zwei Zyklen hat es nicht geklappt, allerdings fiel mir auf, dass ich bis kurz vor Eisprung Schmierblutungen habe - quasi von Tag1 der Regel bis zum Eisprung - ist dieser da, sind sie weg. Mei FA verschrieb mir Estrofem , welches ich mir ein bildete Wirkung zeigte. Jedoch laut Hormonstatus die Schmierblutungen nicht an den Hormonen lagen...
Im Zuge ein paar Untersuchungen und googeln(Austausch mir Gleichgesinnten), wurde bei mir eine Dehiszenz festgestellt (das ist eine Nische, dort wo die Kaiserschnittnarbe ist) und sich dort Restblut ansammelt, welches nur langsam abfließt. Das kann sowohl die Spermien, als auch die Einnistung stören (entzündlich!). Außerdem ist meine Gebärmutter nach hinten geneigt, was aber kein Problem ist.

2. „Fehlgeburt“ —> Eileiterschwangerschaft links 01/2020 9.SSW vEt 26.08.2020 (Geb meiner Oma) Eisprung R
Da wir zusammen anscheinend extrem gut fruchtbar sind, hat es bereits im insgesamt 4. - aber 3. ÜZ nach der 1. Fehlgeburt wieder geklappt. Diesmal geht es gut! Ganz sicher! Der Test war bereits an ES+9 positiv, leider zeitgleich Schmierblutungen am MuMu. HCG bei 3+5 lag bei 17 und einen Tag später 31. Verdopplung passte, aber leider viel zu niedrig - ich blieb positiv. Im Internet lese ich von niedrigeren Werten, die trotzdem gut ausgingen. Zwei Tage später lag das HCG bei 80. wieder 3 Tage später am 23.12 ist es gesunken auf 71. Meine Welt brach zusammen, dieses Baby wäre ein Septemberbaby geworden - der Zeitpunkt war perfekt. Und dann noch Weihnachten. Ich sammelte wieder meine Hoffnung und meinen Mut, zwei Fehlgeburten nach zwei Kindern sind nicht abnormal. Kurz nach Weihnachten kamen die „Tage“. Nach 5 Tagen am 31.12 hab ich einfach mal einen Ovulationstest gemacht, um zu schauen, ob alles wieder normal ist. Dieser war fett positiv, so auch der Schwangerschaftstest... oje was stimmte denn da nicht?
Die Blutung zog sich auch weiter in die Länge, insgesamt hielt diese 35 Tage an! Was für eine Qual. Am 2.1 lag das HCG bei 91 - es ist also gestiegen. Mein FA vermutete Rest der Schwangerschaft in der Gebärmutter - auf mein Drängen bekam ich eine Ausschabung, danach ging die Blutung weiter. In der Zwischenzeit mussten wir unsere gerade mal 7 jährige Hündin einschläfern - unerwartet und plötzlich.
Da ich am 16.01 einseitige Schmerzen hatte, fuhr ich ins KH, wo man im US nichts sah und mich mit einem Zettel heimschickte, wo drauf stand „evtl. ELSS Achtung Lebensgefahr..“ das HCG stieg auf 345. Am 20.01 hatte ich schon wieder Schmerzen, diesmal stärker und im KH wurde vom 5. Arzt (Ultraschallprofi) eine ELSS links festgestellt, HCG lag bei 222. Die Histo der AS war übrigens negativ, kein Schwangerschaftsgewebe. Ich bekam MTX. An diesem Wochenende als ich im KH lag - beschloss meine 2 jährige Tochter sauber zu werden und ich hatte meinen ersten Wurf Welpen zuhause -dank meinem Mann, meiner Mutter, Putzfrau und besten Freund - konnte ich mich zumindest soweit entspannen, dass Zuhause alles ok ist.
Über ein Monat hat mich diese Schwangerschaft fertig gemacht.
Diese Fehlgeburt/ELSS war sehr schlimm für mich, weil zeitgleich eine gute Bekannte mit dem 3. Kind schwanger war und sie KEINE FG hatte, ich war so neidisch auf sie... und immer wenn sie Fotos von ihrer Tochter postet, tut mir das weh. Tat es mir weh.

Es folgten 3 Monate „Zwangspause“ aufgrund des MTX, welches für ein ungeborenes schädlich ist - ich habe allerdings sehr sehr wenig bekommen und deswegen genügten 3 Monate. Wobei mir eigentlich 2 Ärzte im Wiener AKH gesagt haben, die Pause ist deswegen: ELSS —> mein Körper resorbiert die Reste, das dauert aber bis zu 3 Monate und damit an dieser Stelle nix Neues hängen bleibt, sind die 3 Monate als Pause empfohlen. Ist trotzdem hart.

weitere Untersuchungen
In der Zwischenzeit wechselte ich Frauenarzt, ich ging zum dem, der die Eileiterschwangerschaft entdeckte. Der meinte damals, dass meine Eileiter an der Gebärmutter picken. Er machte im März 2020 eine HyCosy - wo meine Eileiter perfekt durchgängig darstellbar waren und er seine Aussage zurück nahm. Da sieht alles sehr gut aus.
Ein Hormonstatus und Gerinnung wurde in der Zeit auch gemacht, beides ohne Befund.
Im April bekam ich wieder das Go.. etwas unsicher wegen der Pandemie, ob ich dann eh behandelt werde, wenn ich wieder eine FG habe, entschlossen wir uns es trotzdem weiter zu probieren.

3. Fehlgeburt 06/2020 7. SSW vET 05.02.2021 Eisprung R
Im 2. ÜZ nach der ELSS (insgesamt war es der 6. ÜZ - 8 Zyklen wegen der Zwangspause) hat es wieder geklappt 3 Tage vor NMT war der Schwangerschaftstest positiv. Also diesmal muss es wirklich wirklich gut gehen! Meine Eileiter waren ja top. Bin gleich am nächsten Tag ins Labor, ja der Wert lag bei grad mal 10 und am nächsten Tag 15, den Tag danach 22. Die Verdopplung dürfte passen, aber die Werte waren mal wieder zu niedrig. Am 4. Geburtstag unseres Sohnes bekam in der Nacht Krämpfe und in der Früh bemerkte ich frisches, rotes Blut. Mein Mann schaufelte mich für 2h frei und ich fuhr zu meinem alten FA, da er mich rein schob. Man sah eine kleine Fruchthöhle in der Gebärmutter! Ja immerhin sitzt es mal richtig... werde nie ELSS hat, weiß, wie erleichternd schon allein diese „Diagnose“ ist. Das HCG am nächsten Tag war bei 787, bissl zu niedrig, aber ok. Die Blutungen hielten leider 9 Tage an inkl. Krämpfe und an 5+5 lag das HCG bei 3691 und am Tag danach nur bei 4456, es war jedoch eine wachsenden Fruchthöhle zu sehen. am letzten US sogar Dottersack und Embryoanlagen. Bei 6+1 fingen leider ganz starke Blutungen und starke Krämpfe an - und somit war die 3. Fehlgeburt da. Die Blutung hielt 16 Tage an und an 8+3 ergab der Befund einen HCG Wert von 774... im US sah man nach wie vor Schwangerschaftsgewebe welches durchblutet wurde. Mein Frauenarzt (der neue) hat mir dann zur Ausschabung geraten, ich war rechnerisch schon in der 10. SSW, weil er auf Urlaub fuhr und er mich nicht so zurück lassen will. Diese Ausschabung war eine der schlimmsten Erfahrungen in dieser KiWu Zeit. Nackt mit einem Tuch zugedeckt, eh den Tränen nahe, musste ich mir anhören, wieder OP Mitarbeiter seinem Kollgen 2x laut gebeten hat, ihm die nächste Frau fertig zu machen, die hat eine Sectio! Ich mein Hallo?? Ich hab hier gerade eine Fehlgeburt, wie kannst du nur? Ich liege nackt, beschämt unendlich traurig da und du redest so! Keine Chance mehr, die Tränen liefen - mein lieber FA hielt meine Hand bis zur Narkose.
Witzigerweise war bei der Nachsorge meine Gebärmutter das erste Mal aufrecht (sie ist normal nach hinten geknickt). Gott sei Dank war ich nicht mehr schwanger.
Mein Arzt riet mir zu einer Pause von 3 Monaten und zu einem Psychotherapeuten, er erkannte, wie schlecht es mir psychisch ging.

4. Fehlgeburt 07/2020 biochemische Schwangerschaft 4. SSW vEt 03.05.2021 Eisprung R
Ich wollte halt keine Pause machen, ich wollte schließlich endlich unser 3. Wunschkind nach einem Jahr und 3 Fehlgeburten war meine Geduld etwas am Ende - Fehl am Platz! Ich wurde schwanger im 1. ÜZ nach der AS - insgesamt also im 7.ÜZ. Der Test war kurz vor NMT nur schwach positiv und wurde nicht intensiver ich hoffte nur, dass es keine ELSS war und mein Körper es allein regelte. Die Tage kamen pünktlich, der HCG Wert war bei 9. Diesmal hatte ich Glück - der HCG Wert sank danach gleich wieder auf 0.

1. Weg in die KiWu 09/2020
Irgendwie kam ich mir komisch vor mit 2 Kindern an der Hand den Weg in die KiWu Klinik zu wählen, aber ich wusste einfach nicht mehr weiter. Die KiWu Klinik meinte, wir sollen es nocheinmal probieren, sie finden die biochem. Schwangerschaft nicht so schlimm. 2 Fehlgeburten und 1 ELSS sind auch noch im Rahmen. Die Dehiszenz sehen sie nicht als Problem, weil ich ja schwanger werde und es die Spermien anscheinend nicht so störte....
Gebärmutterschleimhautbiospie
Dennoch hat die Ärzte in der KiWu in der 2. Zyklushälfte eine Biopsie von meiner Gebärmutterschleimhaut genommen um auf Plasma- und Killerzellen zu untersuchen, dafür musste ich erstmals meinen Eisprung mit einer HCG Spritze auslösen, weil es wichtig ist, dass die Biospie in einem bestimmten Zeitpunkt nach dem ES gemacht wird - leider war der Befund nicht auszuwerten. Aufgrund meiner nach hinten geneigten Gebärmutter war es für sie sehr schwer rein zu kommen, sie vermutete, dass ich schon wieder schwanger war und deswegen der Muttermund so fest zu war - ich war es aber nicht.

sekundäre habituelle Aborte
Durch den ganzen Stress vermutlich folgten zwei Zyklen ohne Eisprung. Das stresste mich dann nochmal mehr. Ich ging im Familien- und Bekanntenkreis recht offen mit unserem problematischen Kinderwunsch um - viele haben Mitleid/Mitgefühl - manche sagten, dann stresst euch nicht -dann klappt es. Ich mein hallo? Es klappt ja eh! Nur eben hält es nicht! Mit der Zeit war ich davon überzeugt, dass ich unter habituellen Aborten leide, genauer gesagt unter sekundären habituellen Aborte - so nennt man, das wenn bereits mind. 1 Kind da ist und danach mind. 3 Fehlgeburten IN FOLGE hat. Ein Thema, welches sowohl für das Paar mit KiWu, als auch für Ärzte sehr schwierige ist, weil es so viele Ursachen haben kann. Habituelle Aborte betrifft schließlich nur 1% aller KiWu Paare und 30% finden keine Diagnose/Ursache. Dieses Bewusstsein machte mir schon ein wenig Angst. Ich überlegte in der Zeit ohne Eisprung, mich von einem Spezialisten im Ausland operieren zu lassen - die Dehiszenz ausbessern und gleich eine Bauchspiegelung machen zu lassen, die HyCosy ist nicht 100% sicher und bei der Bauchspiegelung sieht man einfach viel mehr und man kann es gleich „richtigen“. Leider ist die OP der Dehziszenz nicht vielversprechend und die erneuerten Lockdowns machten es sowieso unmöglich medizinisch ins Ausland zu gehen.


5. Fehlgeburt 11/2020 6. SSW vEt 17.08.2021 Eisprung L
Durch Zufall kam ich auf einen neuen Frauenarzt, der auf KiWu spezialisiert war und die KiWu Abteilung im Wiener AKH leitete. Ich bekam recht rasch einen privaten Termin und war positiv überrascht. Er war sehr einfühlsam, hatte vollstes Verständnis für meine Sorgen, aber meinte, wenn er auf wen wetten würde (aber er wettet ja nicht), dann auf mich, dass wir das hinbekommen. Schließlich weiß mein Körper, wie es geht.
Er schickte meinen Mann zum Spermiogramm, welches ohne Befund war und somit planten wir die 1. IUI. Ohne Stimulation, der Eisprung wurde nach der IUI noch ausgelöst, weil ich besorgt war wegen der Zyklen ohne ES davor. Es war der 1. ÜZ nach der biochem. Schwangerschaft, ingesamt war es der 8. ÜZ - ohne den Zwangspausenzyklen und den 2 nicht ES-Zyklen, mit diesen waren es 12 Zyklen.
Jedenfalls... Wie aufregend, endlich half uns jemand. Der Eisprung war links und ich meinte noch zum Doktor, dass meine FGs und Kinder wissentlich alle von rechts kamen,... er sagte, ich bin ein Linker, sie werden’s sehen. Am Tag der IUI war ich sehr aufgeregt und es war ja fast romantisch, da auf der Liege, nochmal ein US - perfekter Zeitpunkt, der Follikel war 19mm groß und der Arzt zeigte mir die Spritze mit den Daten meines Mannes - dass das ja eh der Richtige ist - ja war es natürlich. Im Hintergrund lief „I Want To Know What Love Is“.
In der 2. Zyklushälfte schickte mich der Arzt zur immunologischen Tagesklinik.
Ein paar Tage nach ES bekam ich schon Hitzewallungen, gut hat nicht geklappt. Zu meiner Überraschung war der Test jedoch positiv an Tag 10 nach der IUI - leider war das HCG wieder nur bei 11, am nächsten Tag bei 22... ein paar Tage später nur 60. Wieder eine Fehlgeburt. Ich war am Boden zerstört, neben der ELSS und der Fehlgeburt im Juni 2020 - traf mich diese am meisten. Ich weinte das ganze Wochenende und war total fertig mit mir.
Da auf keinem US was zu sehen war, HCG war ja auch zu niedrig (normal sieht man ab 800-1000 etwas) stand schon wieder eine ELSS im Raum und MTX. Das schon wieder so knapp vor Weihnachten! Bitte nicht! Ich durfte das WE wegfahren mit einer Freundin, aber nur mit einem „Aufklärungszettel“ meines Zustandes (evtl. ELSS) -dass ich jederzeit ins KH fahre und die Ärzte sich auskennen.
Endlich an 5+2 setze die Blutung ein und mein Körper schaffte es diesmal auch von ganz allein. Am 7. Tag war das HCG bei 0. Gott sei Dank! Irgendwie wollt ich gar nicht mehr.....

[/i]Befund TH1 Dominanz
Bis zu dieser Diagnose rechnete mir mein Mann auch mal vor, dass wir eigentlich hyperfertil sind. Also sehr fruchtbar (es klappte nie später als im 3. ÜZ) und uns die natürliche Auslese fehlt, dass das bei uns evtl. die Fehlgeburten sind.
Nach zwei Wochen bekam ich per Mail meinen Befund bzgl. Immunologie. Tatsächlich wurde etwas gefunden! Ich war irgendwie erfreut darüber. Ich hatte eine TH1 Dominanz / Ratio.
Kurze Erklräung:
TH1-Zellen sind für die Abwehr intrazellulärer Erreger (Erreger die sich in Körperzellen einnisten) und die Beseitigung kranker Körperzellen verantwortlich. Da es sich bei den meisten intrazellulären Erregern um Viren handelt, ist die Aktivität von TH1 typischerweise bei Virusinfektionen erhöht. Da Viren keine eigenständigen Zellen sind, brauchen sie bekanntermaßen Wirtszellen, um sich zu vermehren. Da die durch den Virus umprogrammierten „Zombiezellen“ für gewöhnlich eine veränderte Oberflächenstruktur bekommen, können sie vom Immunsystem als kranke Antigene erkannt und bekämpft werden. Auch Tumorzellen verändern ihr Aussehen und werden von TH1-Zellen erkannt und schließlich beseitigt. Bakterien sind im Gegensatz zu Viren eigenständige Zellen und können sich durch Zellteilung selbst vermehren. Sie brauchen dazu normlerweise keine Wirtszellen. Ihre Vermehrung erfolgt extrazellulär, also außerhalb der Zelle. Auf die Abwehr extrazellulärer Erreger sind wiederum die TH2-Zellen spezialisiert. Dennoch gibt es einige Bakterienarten, die sich in Körperzellen einnisten und vermehren können. Zu den Bakterien, die sich in einer Wirtszelle vermehren gehören zum Beispiel Chlamydien und Tuberkulose-Bakterien. Sie aktivieren folgerichtig auch die TH1-Zellen zu einer Immunantwort.

Leider werden dadurch auch Schwangerschaften abgestoßen... mein Immunologe empfahl ab positiven Test Immunglobuline Infusionen(IVIG), die dieses Ungleichgewicht (TH1 / TH2) ausbalancieren können. Und dann alle 3-4 Wochen. Bei einer künstlichen Befruchtung ab Transfer.
Es folgte ein Zyklus in dem es nicht klappte. Natürlich ist die Gabe einer IVIG nicht ohne Risiko - zB HIV Infektion möglich, aber ein sehr geringes Risiko! Und die Infusion ist sehr teuer (1x 650 Euro!)
In der Zeit wurde auch nochmal eine Biopsie der Gebärmutterschleimhaut genommen: der Wert der Plasmazellen war bei 2! Trotz Dehiszenz also ein normaler Befund. Somit konnte ich endlich die Dehiszenz mal aus dem Kopf schlagen.

6. Fehlgeburt (ELSS fraglich) 02/2021 9. SSW vEt 26.10.2021 Eisprung L
Durch die Diagnose waren wir beide wieder motiviert und positiv gestimmt. 10. ÜZ - insgesamt der 14. Zyklus. Der 2. ÜZ nach der letzten FG. Ende Jänner folgte die 2. IUI mit anschließender IVIG 10g - mein Immunologe empfahl eher 20g. Der Eisprung war wieder links, aber gut bei der 1. IUI hat es da auch geklappt. Das machte mich ein wenig nervös, weil bei den „leeren“ Zyklen der Eisprung immer links war. Der Eisprung wurde wieder ausgelöst zur Sicherheit, sonst wurde nicht stimuliert. Der Test war tatsächlich wieder positiv aber das HCG diesmal wirklich zu niedrig mit 4 ganze 3 Tage vor NMT. Ein paar Tage später lag es zwar bei 160, aber die Blutung setzte ein. Diesmal schaffte es mein Körper aber irgendwie nicht allein. Das HCG sank nach der Blutung auf 12, stieg aber dann wieder an auf 160. Schlussendlich war es an 6+6 bei 570... ein Arzt im KH meinte er sieht was im rechten Eileiter... aber ist sich nicht sicher - daraufhin bekam ich an 7+1 MTX. Es war meine 6. Fehlgeburt, 1,5 Jahre Kinderwunschzeit und trotz IVIG... gut bei einer ELSS hätte das keine Rolle gespielt. Nach MTX mussten wir jetzt sowieso 3 Monate pausieren.

[i] neuer Plan?

In den 3 Monaten hab ich mir vorgenommen anfangen abzunehmen. Nach der Geburt unserer Tochter habe ich zwar super gut abgenommen, aber durch den KiWu und das ständige schwanger/nicht schwanger sein, Hormone da, Hormone weg - habe ich leider wieder zugenommen und ich fühlte mich in meinem Körper nicht mehr wohl. Wir suchten für mich wieder ein „schickeres“ Auto aus und wollten den Bus für die geplanten 4 Kinder verkaufen. Ich habe sogar über Leihmutterschaft gelesen... so verzweifelt war ich irgendwie.
Ich habe mich auch immer wieder bzgl weiterer Untersuchungen umgeschaut und kam unter anderem auf 3 Ärzte in Deutschland, die auf Immunologie und KiWu spezialisiert sind. Ich laß in der Zeit auch das erste Mal über Kortison und wollte das beim nächsten Mal auch probieren.
Außerdem wollte ich mir Anfang Mai die Eileiter entfernen lassen um zumindest eine ELSS ausschließen zu können und eine IVF durchführen lassen zu können. Nachdem mir aber der Narkosearzt am Telefon erklärte, dass es sein kann, dass ich beim Aufwachen schon merke, wie mir der Tubust entnommen wird, habe ich die OP 2 Tage davor abgesagt. Bei dieser OP hätte ich gern auch die Gebärmutter spiegeln lassen.
Ich notierte meine Zyklen weiterhin, aber wir mussten ehe eine Zwangspause einlegen. In der Zeit ließ ich mich auch dann das 1. Mal gegen Corona impfen, blöderweise genau an dem Tag, wo wir seit über 4 Monaten nicht verhüteten.... ups am nächsten Tag Mittelschmerz links. Ach ist mir doch egal, wenns klappt, wird’s eh wieder eine Fehlgeburt oder noch schlimmer eine Eileiterschwangerschaft.


9. Schwangerschaft - Eisprung L - ohne Hilfsmittel - positiver Test 01.07.2021 - vEt 18.03.2022
Am 30.06. hatte ich ein verdächtiges Brustspannen, aber wir hatten einen Termin in einer neuen, privaten Kinderwunschklinik - die uns noch weitere Untersuchungen vorschlug, sowie gleich den Plan bzgl. IVF vorlegte.
01.07.2021
Am nächsten Tag beim Aufstehen wieder dieses seitliche Brustspannen/ziehen, mich erinnerte es leider an die 1. ELSS. So machte ich um 6 Uhr zwei Tests verschiedener Marken und beide waren positiv, zwar sehr sehr zwar - aber ich war schon Stricherl-Profi und wusste, dass das für ES+7 gut aussah. Um 8 Uhr rief ich in der neuen KiWu an und berichtete und bat um 20mg IVIG und ein Rezept für Trombo ASS sowie Prednisolon(Koritson). Ich bekam um die Mittagszeit meine Infusionen und die Rezepte, sowie den mageren HCG Wert von 8. Ich fragte den Arzt ob das nicht zu spät ist mit der Infusion, er meinte nein.

Am nächsten Tag fand ich die Tests nicht so gut und schmiss sie weg. Dennoch startete ich auf eigene Faust ohne Arzt mit 20mg Prednisolon, weil ich laß, dass 5mg oft nur homöopathisch gegeben wird.
Überraschenderweise gefielen mir die Tests und ihre Steigerung über das Wochenende so gut, dass ich am Montag nochmal zur KiWu zur Blutabnahme fuhr: das HCG lag bei 181!!! Auch die Progesteronwerte waren vielversprechend (über 25 ist es ein gutes Zeichen, dass es keine ELSS ist). WOW ist das nicht zu viel? „Das dachte ich auch, aber der Herr Doktor sagt, dass das schon passt.“ Ich war richtig glücklich und konnte es kaum glauben, dass der HCG Wert erstmals sooooooo schön hoch war und soooo schön anstieg. Am Donnerstag drauf war das HCG bei 630 und das Progesteron war etwas nicht so schön, aber laut Arzt voll im Rahmen. Dennoch beschäftigte mich das den ganzen Tag - leider kam dann eine traurige Ablenkung - ich erfuhr, eine Woche nach dem positiven Test - dass sich mein Vater mit 54 Jahren das Leben genommen hat. Nachdem wir den ganzen Abend bei der Familie waren, sind wir dann trotzdem noch zum Arzt gefahren, wo Gott sei Dank eine Fruchthöhle in der Gebärmutter dargestellt werden konnte, inkl. Durchblutung. Eine Nachricht, die mich am Leben halten wird. Es vergingen 2 Wochen, in denen wir mit Beerdigung, Verischerungsdingen usw. beschäftigt waren, meine Papa hinterlässt seine Lebensgefährtin und 4 Kinder (29, 28, 15, 12). Dennoch freuten und hofften alle mit mir mit. In den 2 Wochen hab ich natürlich das HCG bestimmen lassen, welches zwar beim Anstieg nachließ aber immer noch für die Woche höher als die Werte in Tabellen war. Beim 2. US konnte dann auch eine schöne Fruchthöhle mit Dottersack und Minibaby gesehen werden.
Da ich das Kortison nicht mehr auf eigene Faust nehmen wollte (Wann nicht mehr nehmen, ist es vielleicht zu wenig?) schickte ich mein Blut schließlich zu einem deutschen Immunologen der auf KiWu spezialisiert ist (Dr. Pfeiffer) - er verordnete mir sogar noch mehr Koritson, das höchste war 37mg und die Omegaven Infusionen.
Nach den 2 Wochen fuhren wir auf Urlaub, wo ich vor Ort auch einmal einen US machen ließ - alles supe, aber Dottersack nicht erkennbar - war auch ein schlechtes US-Gerät. Zuhause zurück bei 6+3 und meiner 2. IVIG wurde dann unser Zwergi mit Herzschlag gesehen. Aufgrund der extrem belastenden Situation bzgl meines Vaters und der Fehlgeburten - ging ich einmal die Wochen zum Arzt, wo mir sehr viel Verständnis entgegen gebracht wurde und mir jedes Mal mein zeitgerecht entwickeltes Zwergi gezeigt wurde.
Ich bin jetzt mittlerweile in der 14. SSW und weiß, dass der NIPT unauffällig war und wir eine 2. Tochter bekommen. Die Freude ist extrem groß, ich bin unendlich dankbar und denke mir, wer weiß... vielleicht wusste jemand, dass ich dieses 3. Wunschkind erst jetzt brauche. Zwergi schenkt uns so viel Hoffnung in einer so schweren Zeit. Ich hätte das nieeee geglaubt - und dann mit so viel Stress, dass das Zwergi durchhält. Seit 4 Tagen darf ich auch das Kortison ausschleichen lassen (jeden Tag 2,5mg weniger) und die Omegaven Infusionen weg lassen. Die IVIG lass ich mir aber vorbeugend noch geben, alle 3-4 Wochen.
Ein bisschen Angst vor einer Fehlgeburt habe ich immer noch. Aber so ist das Leben, es kann immer was passieren, nur weil das Kind geboren ist, heißt es nicht, dass es geschafft ist. Auch dann muss man aufpassen.

Aus eigentlich gewollten Abstand von 2,5-3 Jahren, sind unsere Töchter dann 4,5 Jahre auseinander und unser Sohn und seine Babyschwester fast 6 Jahre - aber ich bin davon überzeugt, dass das auch ein schöner Abstand ist, allein die Reaktion auf das Geschwisterchen und dass es ein Mädchen wird - sind soooo süß, das geht halt erst am einem gewissen Alter.
Viele Tränen, Kilos und Termine, Zeit hat mich dieser Weg gekostet, aber jetzt bin ich unendlich dankbar über dieses große Geschenk und hoffe die Babymaus hat einen ganz besonderen Schutzengel, der von oben auf sie aufpasst.

Ich hoffe, dass ich mit dieser ausführlichen Geschichte anderen Müttern, die noch ein Kind wollen Mut machen kann. Ich persönlich würde vor einer künstlichen Befruchtung und den damit verbunden Hormonen immer alles abklären, nicht dass was übersehen werden könnte und man die Hormone umsonst genommen hat.

Alles Liebe!
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