NC ICSI - Blastoversuch
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klein-putz -> Fragen an die Biologin

#1: NC ICSI - Blastoversuch Autor: unammanu BeitragVerfasst am: Heute um
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Wir machen NC ICSI wegen niedrigem AMH. Mein Mann hat Kryptozoospermie, ca. 50 Spermien im Ejakulat, alle unbeweglich. Ich habe gelesen, dass für die Embryonenentwicklung das männliche genetische Material erst ab Tag 4 ausschlaggebend ist. Ist das wirklich so?
Daher würde ich dazu tendieren auch nur bei einer Eizelle mal auf Blasto zu gehen, um zu sehen, ob der Embryo es überhaupt bis Tag 5 schafft. Bisher gab es zwei Transfers mit Achtzellern an PU +3.
Macht meine Überlegung mit den Blastos Sinn?

#2:  Autor: waldfee124 BeitragVerfasst am: Heute um
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Hallo Unamanu,
schade, dass es bei euch immer noch nicht geklappt hat.

Ich habe damals bei der NC ICSI 3 Eizellen gehabt und auch Blastozystenkultur gemacht.
Es hat geklappt.
Davor hatte ich 4 mal den Transfer an Tag 2 und die Eizellen sahen gut aus.
Das Spermiogramm war auch immer schlecht. Ein Versuch ist es wert.

Vielleicht hilft ja auch eine IMSI.
Ich wünsche dir ganz viel Glück!!!!

#3:  Autor: Minnas Mama BeitragVerfasst am: Heute um
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Das mit Tag 4 wurde uns auch gesagt. Wenn ihr bei PU+3 Achtzeller hattet (zeigerecht), dann kann ich deine Überlegungen verstehen, wirklich mal zu sehen, was an Tag 4 passiert.

Ich weiß nicht, ob diese Erkenntnislage wirklich immer zuverlässig ist.
Wir hatten 3 Tese-ICSI, bei denen die Embryonen von Anfang an eine schlechte Qualität hatten. Daher hieß es, schlechte EZ-Qualität.
Dann hatten wir eine ICSI mit Spender (nur 1 EZ) und an PU+1 B-Qualität, an PU+3 A.
Meine erste Erkenntnis war, dass die EZ wohl doch nicht so mies sein können, wie Klinik 1 meinte. Gleichzeitig denke ich aber, dass die (endlich mal reifen) Spermien ihren Anteil hatten.
Wir hatten bei der H-ICSI auch ein anderes Protokoll (andere Downregulierung), aber ob es daran gelegen haben soll…?

Es bleibt wohl nur, es auszuprobieren…

Da mein AMH unter 0,6 ist und nie mehr als 1-2 EZ zu erwarten sind, wollen wir es ab jetzt mit NC-ICSI versuchen. Würde mich freuen, wenn du von deinen Erfahrungen berichtest.

#4:  Autor: unammanu BeitragVerfasst am: Heute um
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Frau Zeitler, Ihre Meinung würde mich auch intetessieren!

Dem Rest vielen Dank für eure Antworten. Ich denke halt es macht wenig Sinn immer ein Transfer an Tag 3 zu machen und nie zu wissen, ob sie alle an Tag 4 oder 5 stehen bleiben.
An PU +3 waren es bis jetzt im immer zeitgerechte Achtzeller.

#5:  Autor: sonjazeitlerWohnort: Berlin BeitragVerfasst am: Heute um
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Hallo,

in ihrem Fall kommen sehr unterschiedliche Faktoren zusammen (Kryptozoospermie, AMH niedrig, 4 zeitgerecht entwickelte Embryonen),
die eine Abwägung bzgl. BC-Kultur schwierig machen.
Bisher konnten in 2 Behandlungszyklen insgesamt 4 schöne Embryonen transferiert werden,
die in ihrer Entwicklung zeitgerecht und von guter Qualität waren, so dass man davon ausgehen kann,
dass sich 30 bis 50% dieser Embryonen zu BCs entwickeln konnten.
Durch die erschwerten Ausgangsbedingungen liegt es im Rahmen der Erwartungen,
dass es mehrere Zyklen braucht, um eine SS zu erreichen.
Eine verlängerte Kultur mit nur einem Embryo macht nur dann Sinn, wenn sich dieser Embryo bis zu einer BC entwickelt,
um so die Gewissheit zu haben, dass die Kombination ihrer EZ und Spermien das gewünschte Potential haben.
Sollte sich dieser eine Embryo nicht zur BC entwicklen ( was 50 -70% wahrscheinlich ist) sagt dies nichts
über das Entwicklungspotential ihrer Embryonen generell aus und es lässt sich davon keine sichere Aussage ableiten,
ob dieses Ergebnis möglicherweise auf alle Embryonen zutrifft.
Zu berücksichtigen ist auch, dass die Umgebungsbedingungen in der Gebärmutter gegenüber den Kulturbedingungen günstiger sind
und die Entwicklung mancher Embryonen von einem Tag3-ET profitiert. Dieser Vorteil ist in manchen Fällen entscheidend bzw. größer als das Wissen um die BC-Rate.
Daher würde ich ihnen zum jetzigen Zeitpunkt ihrer Behandlung weiterhin zu Tag3-ETs raten und die Option der verlängerten Kultur
(dann mit allen vorhandenen Embryonen) erst später einsetzen, eventuell erst dann, wenn seitens des IVF-Labors Bedenken zur Entwicklungsfähigkeit der Embryonen geäußert/beobachtet werden.
Alles Gute
Sonja Zeitler

#6:  Autor: unammanu BeitragVerfasst am: Heute um
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Vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung!

#7:  Autor: BimBamBum BeitragVerfasst am: Heute um
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Hallo,

wir machen auch die NC-ICSI mit OAT III und leider auch verschiedenen Baustellen bei mir. Wir hatten insgesamt bereits 5 Versuche. Diese liefen so ab:

1. ICSI: TF von Achtzeller an Tag 3
2. ICSI: vorzeitiger Eisprung
3. ICSI: TF von Blastozyste an Tag 5
4. ICSI: TF von Morula an Tag 5
5. ICSI: vorzeitiger Eisprung

Es ist ein super hohes Risiko mit nur einem Folli und einer hoffentlich enthaltenen Eizelle auf eine Blasto zu gehen. Allerdings bringt mir der Transfer an Tag 3 ja auch nichts, wenn eigentlich schon an Tag 4 Schluss gewesen wäre. Bei der 4. ICSI war ich mir z. B. schon nach TF sicher, dass es nicht klappen kann aber ich wollte den Embryo halt auch nicht einfach "weg schmeißen".

Wir gehen vor allem auch auf die Blastokultur, weil bei mir offenbar ein verschobenes Implantationsfenster vorhanden ist. Bei Versuch 4 und 5 wollten wir eigentlich bis zur Blasto kultivieren, den Embryo an Tag 5 einfrieren und an Tag 7 auftauen und transferieren. Wegen der Qualität in Versuch 4 und dem vorzeiten Eisprung in Versuch 5 hatten wir nun also noch keinen Versuch seit dieser neuen Erkenntnis.

Vielleicht hilft dir das weiter.

Viele Grüße.

#8:  Autor: Jasha BeitragVerfasst am: Heute um
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BimBamBum hat folgendes geschrieben:

Wir gehen vor allem auch auf die Blastokultur, weil bei mir offenbar ein verschobenes Implantationsfenster vorhanden ist.


Macht Ihr die NC-ICSIs mit Kryos? Beim Frischtransfer lässt sich ein verschobenes Einnistungsfenster meines Wissens nach nicht korrigieren. Egal ob Tag 2- oder Tag 5-Embryonen transferiert werden, am Einnistungszeitpunkt ändert das ja nichts. Die findet unabhängig vom Transferzeitpunkt immer am gleichen Tag nach der PU statt. Das Einnistungsfenster wird eigentlich durch den Zeitpunkt des Progesteronstarts korrigiert, was nur im künstlichen Zyklus funktioniert.

#9:  Autor: BimBamBum BeitragVerfasst am: Heute um
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Richtig. Die Einnistung findet immer am gleichen Tag statt. Allerdings ist meine Gebärmutterschleimhaut zum Tag des üblichen Transfers nicht rezeptiv, sondern erst zwei Tage später. Wir müssen nicht mit Progesteron korrigieren, weil bei mir nach Punktion ja wie üblich Progesteron gegeben wird und ich durch das Einfrieren des Embroyos quasi die zwei Tage länger das Progesteron bekomme. das meine Gebärmutterschleimhaut braucht. Bei uns geht das im Frischversuch, weil alles natürlich, d.h. ohne Stimulationsmedikamente etc. abläuft. So jedenfalls die Erklärung meiner Kiwu. Macht in meinen Augen auch Sinn.

#10:  Autor: Jasha BeitragVerfasst am: Heute um
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BimBamBum hat folgendes geschrieben:
Richtig. Die Einnistung findet immer am gleichen Tag statt. Allerdings ist meine Gebärmutterschleimhaut zum Tag des üblichen Transfers nicht rezeptiv, sondern erst zwei Tage später. Wir müssen nicht mit Progesteron korrigieren, weil bei mir nach Punktion ja wie üblich Progesteron gegeben wird und ich durch das Einfrieren des Embroyos quasi die zwei Tage länger das Progesteron bekomme. das meine Gebärmutterschleimhaut braucht. Bei uns geht das im Frischversuch, weil alles natürlich, d.h. ohne Stimulationsmedikamente etc. abläuft. So jedenfalls die Erklärung meiner Kiwu. Macht in meinen Augen auch Sinn.


Hm, die Schleimhaut muss eigentlich nicht am Tag des "üblichen" Transfers ("üblich" ist ja eh zwischen Tag 2 und Tag 5) rezeptiv sein, sondern zum Einnistungszeitpunkt. Aber wenn ich es richtig verstehe friert ihr den Embryo ein, taut ihn zwei Tage später wieder auf und setzt ihn dann ein um das verschobene Einnistungsfenster auszugleichen. Das hört sich nachvollziehbar an. Bei diesem Weg müsste es unerheblich sein, ob im PN-Stadium für zwei Tage eingefroren und dann am Tag 2 oder 3 transferiert wird oder ob eine Blasto zwei Tage vitrifiziert und dann transferiert wird.



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