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rebella67
Rang5



Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13535

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:50 Beitrag speichern    Titel: Rebellas Aufklärungstagebuch Antworten mit Zitat

Ich habe euch meine Aufzeichnungen darüber, wie unsere Kinder die Aufklärung darüber verarbeiten, dass sie durch die Hilfe eines Samenspenders entstanden sind, hierher kopiert, damit ihr seht, dass es gar nicht so schwer ist, wie viele glauben.

Unsere Söhne wachsen mit diesen Wissen selbstverständlich auf und wir sind zuversichtlich, dass es aufgrund dieses Wissens auch zukünftig keine Konflikte geben wird, die sie aus der Bahn werfen. Das zeigen auch andere Erfahrungsberichte heute erwachsener Menschen.

Denen, die noch darüber nachdenken, ob sie ein Kind per Samenspende, per Eizellspende oder per Embryonenspende bekommen sollten (weil es für sie keinen Weg gibt, ein genetisches Kind beider Partner auszutragen), wie dieses Kind damit später mal klar kommen wird, möchte ich die Angst nehmen.

Denen, die nicht betroffen sind, die diesen Thread aber aufgerufen haben, um sich ein Bild zu machen, möchte ich die Vorbehalte gegen die etwas ungewöhnlichen Familienformen nehmen.

Freuen würde ich mich, wenn sich noch andere Eltern finden, die ihre Erfahrungen hier dokumentieren.

Das Folgende sind Kopien aus dem geschützten Forum "Heterologe Insemination", die dort nur von den dort frei geschalteten betroffenen Usern gelesen werden können.


Rebella
schrieb am 07.03.2008 11:25

Wir haben "es" unserem 8-jährigen gesagt

Ich möchte euch nun auch gleich Bescheid geben, wie es war. Ich habe
mal wieder zur Nacht aus dem großen Wissensbuch vorgelesen, wo es am
Sonntagabend um die Fortpflanzung ging. Wir lesen immer, dann geht das
Licht aus und dann reden wir noch so ein bisschen, während wir im Bett
kuscheln. Als dieses Mal das Licht aus war, habe ich gesagt: "Bei dir
war das aber ein bisschen anders."

Ich habe es mit wenigen, leicht verständlichen Worten erklärt und
seine erste Frage war, ob dieser Mann gestorben ist. Wir hatten
kürzlich über Organspenden geredet und da wusste er schon, dass man
was von toten Menschen nehmen kann, um noch Lebenden zu helfen. Ich
erklärte es ihm, dass auch ein lebender Mensch ganz leicht Samen
abgeben kann, was ihn zufrieden stellte. Dann gab es eine kurze Pause
und ich hatte Angst, er würde vielleicht weinen. Aber das war nicht
der Fall. Die nächste Frage war, ob das bei seinem Bruder auch so war.
Und da schien er mir sehr erleichtert, als er hörte, dass es da ganz
genauso war. Unser Großer ist ja seinem Bruder gegenüber reichlich
eifersüchtig. Ich glaube, das hätte die Sache komplizieren können. Ich
habe dann noch etwas mehr erzählt, dass wir 9 Eizellen hatten und die
in einem Glas mit den Samen zusammen getan wurden und dass daraus 7
Embryonen wurden, dass 3 eingesetzt wurden und eins davon ist dann er
geworden. Diese Geschichte ist sehr gut bei ihm angekommen.
Schließlich wollte er noch wissen, warum Papa keinen Samen hatte. Und
auch das konnte ich sehr leicht erklären, da in dem Buch stand, jeder
Mensch hätte 46 Chromosomen. Sein Papa hat ja 48 Chromosomen. Das hat
er sich sehr interessiert angehört. Ich hatte nicht das Gefühl von
Traurigkeit, sondern durchweg nur von Interesse. Darauf hat er dann
auch das Thema gewechselt.

Montagabend hat Papa die Kinder schlafen gebracht und da fing unser
Sohn ganz von selber an und fragte ihn noch mal, warum er denn 48
Chromosomen hätte. Er erzählte auch alles, was ich ihm am Abend zuvor
über seine Entstehungsgeschichte gesagt hatte, haargenau so wieder.
Jedenfalls hat er das von Papa bestätigt bekommen und so scheint mir
seine Welt in Ordnung. Seitdem gab es dieses Thema schon nicht mehr.

Jetzt sind wir recht erleichtert, denn ihr wisst ja, wir haben uns
sehr schwer damit getan.
_________________
Liebe Grüße, Rebella
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Zuletzt bearbeitet von rebella67 am 06 Feb 2010 15:23, insgesamt einmal bearbeitet
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rebella67
Rang5



Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13535

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:52 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 09.03.2008

Vor ein paar Jahren hätte ich das vielleicht noch "Angst" genannt, dass er es anderswo weiter erzählt. Aber heute möchte ich das nicht mehr so nennen. Ich denke, wir alle können damit leben, falls die Nachricht ihre Kreise ziehen sollte. Wir haben ja nichts getan, wofür wir uns schämen müssten. Als ich meinen Sohn diese Woche abends von seinem Freund abholte, dachte ich kurz daran, es könnte ja sein, er hat es jetzt weiter erzählt und vielleicht sprechen sie mich ja darauf an? Aber alle haben geguckt, wie immer. Nichts Verdächtiges. Und ja, falls mich das mal einer der Eltern der Freunde unseres Sohnes fragen sollte, dann werde ich ganz selbstbewußt antworten. Da der Sachkunde-Aufklärungsunterricht der dritten Klasse bisher noch nicht stattgefunden hat, rechne ich sogar damit, dass unser Sohn dort stolz erzählen könnte: "Es geht aber auch anders". ...

Und ja, falls es irgendwelche Neuigkeiten geben sollte, werde ich diese selbstverständlich in diesem Ordner dokumentieren, damit das später jeder Interessierte lesen kann, wie die "HI-Aufklärung" in diesem Alter funktionieren kann.
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Liebe Grüße, Rebella
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rebella67
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Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13535

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:55 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 24.07.2008

Ich habe unserem Großen heute die Fotos gezeigt. 3 Fotos mit dem Datum 24.07.1998, meinem Namen und so merkwürdigen Gebilden drauf. Ich musste nicht wirklich was sagen. "Schau, da steht 24.7.1998 drauf, heute genau vor 10 Jahren." - "Und das bin ich." War seine Antwort. Ist das nicht klasse? Wir hatten bisher nur einmal drüber gesprochen, im März. ...
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rebella67
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BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:56 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 08.10.2008

Mein Sohn sagte abends nach dem Zähne Putzen: „Mama, eigentlich ist es ja cool, dass ich künstlich entstanden bin.“ Ich weiß nicht, wie er auf das Wort „künstlich“ kam. Von mir kam diese Bezeichnung nicht. Er konnte mir das auch nicht recht erklären. Entweder war das Folge seiner eigenen Gedanken oder aber er hatte mit jemandem darüber gesprochen und diesen Begriff gehört. - Im Bett fragte er mich dann interessiert, was eigentlich ist, wenn die Mama so was hat, wie der Papa und keine Kinder bekommen kann. Ich sagte, dass es dann darauf ankäme, was bei der Frau nicht funktioniert. Wenn sie keine Eizellen hat, kann man die Eizellen einer anderen Frau nehmen. Und wenn sie keine Gebärmutter hat, aber Eizellen, müsste sie eine andere Frau finden, die das Kind für sie austrägt. Ich habe ihm dann noch gesagt, dass das aber schwierig ist, weil diese andere Frau könnte das Kind, welches sie austrägt, lieb gewinnen. Ich würde das normalerweise nicht tun. Aber wenn seine Frau später mal keine Gebärmutter haben sollte, dann würde ich das gern für ihn tun. - Die Neugierde war mal wieder befriedigt und mein Sohn zufrieden.

Es ist jetzt 7 Monate her, dass wir ihm über seine Entstehungsart erzählt haben. Und dies war das erste Mal, dass er direkt wieder darauf zurückkam. Bisher interessierte es ihn ja nur, was mit dem Papa los ist. Heute hat er den ersten Schritt weiter gedacht: „Was ist, wenn …“
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BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:57 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 30.12.2008

Neulich waren wir im Schwimmbad. Mein Großer schaute auf die vielen braunen Punkte auf meiner Haut und wir unterhielten uns darüber, dass ich das von meiner Omi und meiner Mutter geerbt habe. Er hat nur wenige dieser Punkte. Ich sagte, dass das noch kommen könne, wir das aber nicht wissen. Darauf sagte er: "Oder mein Spender hatte diese Punkte nicht und ich habe das von ihm geerbt." Er sagte das ohne besonderen Nachdruck. Es war eine selbstverstädliche Unterhaltung. - Ich glaube, ich muss ihm gar nicht mehr dieses Kinderaufklärungsbuch zur HI geben. Er hat das eh schon alles begriffen.
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BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:58 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 22.01.2009

Heute kam im Kinderradio die Frage an alle Jungs: "Was findet ihr an Mädchen gut und was nicht so gut?" Da sagte mein 9-jähriger doch glatt: "Ich finde an Mädchen gut, dass man mit ihnen später mal Kinder zeugen kann. Nicht so gut finde ich, dass sie immer gleich alles sagen (petzen)."

Na, das kann ja noch was werden.
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Zuletzt bearbeitet von rebella67 am 20 Sep 2015 22:59, insgesamt einmal bearbeitet
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rebella67
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BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:58 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 20.04.2009

In den Ferien hatten sich unsere Jungs einmal in der Wolle, da sagte der Große doch zu seinem Bruder: "Ich weiß, woher du die Gemeinheit hast. Vom Spender!"

Unser 6-jähriger, den zumindest wir bisher noch nicht darüber aufgeklärt haben, hat das allerdings überhaupt nicht registriert. Er hat auch nicht nachgefragt, was denn für ein Spender.

Ich frage mich hingegen, ob unser inzwischen 10-jähriger dabei die Idee hatte, der Bruder müsse einen anderen Spender haben als er. Auf dieses Thema sind wir zumindest bisher nicht gekommen. ...
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BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 22:59 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 15.06.2009

Was fand unser Sohn bei der langen Nacht der Wissenschaften wohl am Interessantesten? - Die Blutgruppenbestimmung und die DNA-Probe. ...

Ich denke nicht, dass er es deshalb am Interessantesten fand, weil das für ihn eine besondere Bedeutung hat. er fand das einfach nur sehr spannend.
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BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 23:08 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Rebella
schrieb am 01.02.2010

Unser 7-jähriger hat "es" jetzt auch schon mal gehört

Ob es richtig bei ihm angekommen ist, kann ich nicht sagen. Ich selber war auch nicht dabei. Mein Mann berichtete, als sie letztens beim Toben waren, kam das Thema Ähnlichkeiten auf und da habe er unserem Jüngsten erklärt, dass er keine Ähnlichkeit mit Papa haben kann und warum. Unseren Sohn hat das allerdings nicht beeindruckt. Zu mir hat er diesbezüglich auch nichts gesagt. Ich schließe es nicht aus, dass unser Kind das noch gar nicht richtig verstanden hat. Wenn aber doch, dann hat es ihn gewiss nicht bewegt.
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rebella67
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BeitragVerfasst am: 03 Feb 2010 23:11 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Antwort auf einen Beitrag zum Thema Sexualkunde 4. Klasse (in dem eine Mutter befürchtete, ihr Kind könne das Thema HI dort ansprechen):

Wir haben unserem Sohn (10) im letzten Jahr nicht vorher gesagt, er solle das nicht ansprechen. Ein bisschen Bammel hatte ich aber. Wie es aussah, hat er nichts gesagt. Wahrscheinlich war das unserem Sohn schon peinlich. Er bezeichnete vor ein paar Monaten Sexualkunde als "eklig". In der 5. sollten sie jetzt einen Aufsatz über ihre Zukunftspläne schreiben, wenn sie mal erwachsen sind. Über Familie steht in diesem Aufsatz unseres Sohnes nichts drin, obwohl er sich Kinder wünscht. Er begründete das damit, dass man sowas nicht vorlesen könne, wenn Mädchen dabei sind.
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Liebe Grüße, Rebella
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