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rebella67
Rang5



Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13554

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2015 21:52 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo spätemutti,

diese Frage kann man sicher nicht pauschal beantworten. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, das Kind auf diese Möglichkeit vorzubereiten. Zudem kann man eine psychologische Unterstützung hinzuziehen. Die Psychologin würde sch anstelle des Kindes bereiterklären, den ersten Kontakt herzustellen. Sie könnte dann auch eine Ignoranz abfangen. - Wenn sich unsere Jungs mal dafür interessieren sollten, würden wir mit ihnen darüber sprechen, aus welchen Motiven der Spender gespendet haben könnte und aus welchen Gründen er an einem Kontakt interessiert oder nicht interessiert sein könnte.

Ich weiß gar nicht, woher immer diese hartnäckigen Gerüchte kommen, dass die Spenderzahl bei Aufhebung der Anonymität abrupt zurückgehen würde. In Deutschland ist das bisher nicht der Fall. und auch aus anderen Ländern habe ich da schon anderes gehört. - Spender sind auch Menschen. Und es ist menschlich, darüber nachzudenken, was für Kinder man wohl in die Welt gesetzt hat.

Und ja, wenn die Kinder Erbschaftsansprüche stellen können, ist Voraussetzung, dass der Spender juristisch der Vater geworden ist. Und dann haben die Kinder auch alle Verpflichtungen in Bezug auf die Pflege und Weiteres. Von daher ist das natürlich nicht nur ein Risiko des Spenders.
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Liebe Grüße, Rebella
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Gast






BeitragVerfasst am: 02 Feb 2015 08:49 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Kann mich da spaetemutti nur anschließen.
Sicher ist es wichtig an die Rechte der Kinder zu denken, aber irgendwo wird man in seiner Entscheidungsfreiheit als (eventuelle) Eltern oder interessierte Spender schon arg beschnitten.

Habe auch den Eindruck dass nirgendwo so viel Drama um die Blutherkunft gemacht wird als hier in Deutschland. Am liebsten würden unsere Politiker die Samenspende doch ganz verbieten. Es gibt ja kaum noch Auslandsados weil ja schon die Organisationen selbst die Meinung vertreten es wäre besser Kindern in ihrer "Heimat" eine Perspektive zu geben als sie aus ihrem "Kulturkreis zu entreißen".
Wer aber schon mal in einem echten Entwicklungsland war kann über solche Statements nur den Kopf schütteln.

Mich würde jetzt nur interessieren ob dieses Urteil auch dann gilt wenn die Kinder zwar in D. leben, der Spendersamen aber von einer SB aus dem EU Ausland kommt. Verlangen Cryos und Co. dann auch bald Verdienstnachweise und geben nix mehr an Lesben oder Singles ab?

Darf ein Kind dann auch bald die Mutterschaft anfechten wenn es über EMS/EZS aufgeklärt wurde?

Scheint wohl so als wäre es Deutschland lieber es kommen dann halt keine Kinder zur Welt. Die Zahl der Geburten ist ja leicht angestiegen, also ist ja wieder alles im Lot.
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rebella67
Rang5



Anmeldungsdatum: 10.01.2002
Beiträge: 13554

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2015 23:24 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Wasabi,

nein, wenn der Samen aus dem Ausland kam, gilt das Urteil nicht. Deshalb wird ja gerade bei allein stehenden Frauen und Frauenpaaren Samen aus dem Ausland genommen. Allerdings bei einigen Ländern selbst dann, wenn die Daten bekannt werden, ganz ohne finanzielles Risiko für den Spender.

Mutterschaft ist noch mal was ganz anderes. Die Juristin Monika Frommel sagt - wenn ich mich recht erinnere - sogar, das Kind hätte keinen Anspruch auf die Daten der Spenderin. Oder sagte sie, da geht nichts anzufechten? Jedenfalls juristisch betrachtet ist das was anderes. Mit dem Menschenverstand betrachtet ja eher nicht. ...

Ich sehe mich durch das Urteil nicht in meiner Entscheidungsfreiheit eingengt. Als Mutter denke ich ja eh nicht so sehr an mich, sondern an meine Kinder. Und mir ist es wichtig, dass für die Kinder alles gut geregelt ist. Mir selbst ist ganz egal, ob mir dieser Spender im Leben mal irgendwann über den Weg läuft oder nicht. Könnte vielleicht interessant werden. Muss ich aber auch nicht haben.

Ich finde es nicht gut, unseren juristischen Standard mit einem Entwicklungsland zu vergleichen und zu sagen, die haben das ja auch nicht. Vielmehr würde ich mich an solchen Ländern orientieren wollen, die schon weiter sind als wir.

Und "Drama um die Blutherkunft" - Ich weiß ja nicht, ob mir selbst das wichtig gewesen wäre, wenn ich ein Kind aus fremden Gameten wäre. Daher erkenne ich es doch einfach an, wenn einige dieser Menschen es so ausdrücken. Es könnten ja auch meine Kinder sein. Geben wir ihnen doch ihre Recht und freuen wir uns, wenn endlich mal die Samenspende aus dieser dunklen Ecke heraus kommt.
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Liebe Grüße, Rebella
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