Lange philosophische (Danke für das Kompliment) Ankündigungen, und jetzt hat es mich doch gejuckt wieder in den Ordner reinzulugen.
Also Kiki, ich habe ja gerade "Johanna und Olivia" gelesen, und dort waren die Schwangerschaftstest mehrmals falsch - in beide Richtungen, also vielleicht kannst Du auch, was Tanja Fredersdorff kann - ihr müßt ja nicht gleich hinternach noch ein Kind adoptieren. Also weiter

für Dich und ebenso

für Marija, von deren Bildern ich beeindruckt war - ich finde, sie sehen schön aus, die zwei

.
Wegen "Johanna und Olivia": es ist ja einerseits sehr anrührend, was da drin steht, aber - sorry, da kommt jetzt der angehende Deutschlehrer durch - ein Lektor hätte dem Buch nicht gerade geschadet, damit die Dialoge nicht gestelzt daherkommen. Oder spricht man in Norddeutschland so??
Und noch wegen Manus Frage, was ich über Adoption zusammengelesen habe: Meine Weisheiten stammen hier aus den beiden Büchern von Herbert und Brigitte Riedle "Adoption" und "Ratgeber Auslandsadoption". Die hatte ich ausgesucht, weil die beiden wohl sich gerade aufgrund eigener adoptierter Kinder mit Auslandsadoptionen gut auskennen, und ich so viel bereits früh herausbekommen hatte, daß Inlandsadoptionen sehr schwer sind. Da ist das Verhältnis zwischen Bewerbern und adoptierten Kindern oft 1:20 oder schlechter, je nach Landkreis, und die Chancen sind so nicht günstig. Insofern lohnt es sich wohl nur, an eine Adoption über deutsche Jugendämter zu denken, wenn man entweder noch jünger ist und ein paar Jahre warten kann, oder wenn man sich auch vorstellen kann ein älteres Kind oder ein behindertes Kind zu adoptieren oder auch sich für eine Pflegschaft bewerben will; etwa die Hälfte der längerfristigen Pflegschaften enden ja in einem Dauerverhältnis, aber eben ein Teil auch nicht. Ansonsten bleibt dann doch auch die Auslandsadoption als Möglichkeit, wobei es auch hier nicht so ist, daß Unmengen von Kindern, die von vertrauenswürdigen Stellen vermittelt werden, auf wenige adoptionswillige Elternpaare warten. Aber immerhin scheint das da in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen von vielleicht 2 Jahren abzulaufen. Da wir ja nun schon 35 und 36 sind und ab 40 oft keine kleineren Kinder mehr vermittelt wären, wäre das wohl eher für uns ein Weg. Was mir an dem Riedle-Buch gut gefallen hat neben vielen Tips war, daß es Mut macht, ohne völlig unkritisch mit dem Thema umzugehen. Und was mich erleichtert hatte war, daß es doch offenbar Organisationen gibt, die auf vetrauenswürdige Weise Adoptionen vermitteln, so daß man wohl, wenn man die Sache mit offenen Augen betreibt, nicht fürchten muß, die Kindermafia des jeweiligen Landes mitzufinanzieren oder Kinder, die eigentlich Eltern haben, "wegzukaufen".
So, jetzt verabschiede ich mich aber wirklich für einige Tage aus dem Forum, wer sonst noch was hören will von meinen Buchweisheiten, kann mir eine PN schicken.
Gruß vom künftig etwas selteneren Gast

B.
