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klein-putz Foren-Übersicht -> Medizinischer bzw. betreuter Bereich -> Fragen an die Biologin -> Schwangerschaftschance bei ganz kurz nachgereiften Eizellen
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Rose_des_kleinen_Prinzen
Rang0



Anmeldungsdatum: 14.06.2017
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2019 15:03 Beitrag speichern    Titel: Schwangerschaftschance bei ganz kurz nachgereiften Eizellen Antworten mit Zitat

Hallo Frau Zeitler,

mich würde Ihre Einschätzung zu "fast reifen" Eizellen interessieren, da ich hierüber sehr Widersprüchliches gelesen habe.

Leider reifen die Eizellen bei mir in jedem Versuch (egal ob Antagonisten- oder Longprotokoll, ob Ovitrelle oder 10.000 IE Brevactid) völlig ungleichmäßig. Es ist immer eine Gratwanderung, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um zumindest ein paar gleich-reife Eizellen zu finden.

Wie erwartet heute nach der Punktion ein ähnlich enttäuschendes Ergebnis: Von ursprünglich 8 potenziell reifen Follikeln konnten 6 punktiert werden. Von diesen waren wiederum 2 leer.

Somit blieb am Ende eine einzige richtig reife Eizelle, sowie 3 "fast reife" Eizellen. Innerhalb einer Stunde Wartezeit im Aufwachraum waren 2 Eizellen nachgereift. Die 4. Eizelle soll vermutlich bis heute Mittag reif sein.

Meine Frage ist nun: Sofern sich die nun nachgereiften Eizellen befruchten lassen - haben diese tatsächlich eine genauso gute SS-Chance, wie die "richtig reife" Eizelle?

Ich hatte mir ursprünglich vorgenommen, bei weniger als 2 richtig schönen, reifen Eizellen den Versuch abzubrechen (bin 34 Jahre alt, AMH 3,2), weil ich noch immer die Hoffnung habe, dass "mehr drin" ist.

Die Ärztin und Biologin rieten mir aber unbedingt davon ab, den Versuch abzubrechen. Die nachgereiften Eizellen hätten eine ebenso gute Chance wie die reife und es sähe alles gut aus. Das Spermiogramm sei auch gut (also im Normalbereich).

Nach einer Ehekrise im Aufwachraum (mein Mann vertraute auf die Einschätzung der Ärztin und wollte den Versuch durchführen - ich hingegen wollte abbrechen um beim nächsten Mal mindestens 2 schöne, reife Eizellen zu erhalten), hat mein Mann sich durchgesetzt und wir haben den Versuch durchgeführt.
Es wird nun versucht, eine Befruchtung durchzuführen.

Was hätten Sie mir geraten? Haben die (wenn auch nur kurz) nachgereiften Eizellen - sofern sie befruchtet werden - tatsächlich eine ebenso gute SS-Chance, wie die richtig reife?

Ich lese immer wieder, dass nachgereifte Eizellen zwar häufig befruchtet werden können, aber so gut wie nie zur Schwangerschaft führen...
Wenn das stimmt, dann hätte ich ja nun nur Chance bei der einen, reifen Eizelle - sofern diese überhaupt befruchtet wird...

Über Ihre Einschätzung würde ich mich sehr freuen!
_________________
"Jeder sieht was du scheinst, aber niemand fühlt, wie du bist."
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Rose_des_kleinen_Prinzen
Rang0



Anmeldungsdatum: 14.06.2017
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2019 17:51 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Zeitler,

leider habe ich heute die Nachricht bekommen, dass alle meine 4 (reifen und nachgereiften) Eizellen nach dem Einspritzen regeneriert sind. Somit hat nun also keine Eizelle überlebt und unser 3. Versuch endet ohne Transfer.

Was besagt die Degenerierung über meine Eizellen? Kann es daran liegen, dass sie nicht richtig reif waren und somit zu empfindlich für die Spermieninjektion? Oder kann auch eine ungute Technik des Labors zur Degenerierung geführt haben?
Oder aber sagt die Degenerierung etwas über die Qualität meiner Eizellen aus?

Mich würde Ihre Einschätzung sehr interessieren, da wir in allen 3 Versuchen sehr grenzwertige Ergebnisse hatten. Trotz AMH von 3,2 und meinem Alter von 34 Jahren hatten wir nie mehr als 4 Eizellen:

1. Versuch: 4 Eizellen (2 reif, 2 fast reif), alle befruchtet, 2 Blastos blieben übrig - negativ (33 Jahre)
2. Versuch: 2 Eizellen reif, davon eine befruchtet, an Tag 2 als 4-Zeller eingesetzt - negativ (33 Jahre)
3. Versuch: 4 Eizellen (1 reif, 3 fast reif) - am nächsten Tag alle degneriert. (34 Jahre alt)

Verschiedene Protokolle (Long- und Antagonist), sowie verschiedene Medikamente (Kombination aus Puregon und Menogon, sowie Pergoveris und Menogon) haben wir ausprobiert. Da der erste Versuch der beste war, haben wir im 3. Versuch wieder genauso stimuliert (selbes Protokoll, selbe Medis) - mit allerdings wesentlich schlechterem Ergebnis...

Mein Mann und ich zweifeln nun sehr, ob weitere Versuche überhaupt Sinn machen, wenn meine Eizellqualität so schlecht ist und offenbar immer schlechter werden.
Ich persönlich klammere mich ja noch an die Blastos aus dem ersten Versuch, die ursprünglich gut aussahen. Mein Mann hingegen meint, dass die schlechten Versuche ja leider überwiegen und auch generell bei mir offenbar kaum/wenig reife Eizellen zu holen sind. Da stehen die Chancen ja auch für die Zukunft nicht gut...

Können Sie mir anhand der bisherigen Versuche und Ergebnisse eine grobe Einschätzung zur Eizellqualität geben? Haben wir im ersten Versuch einfach Glück gehabt? Sehen Sie einen Sinn darin, weitere ICSI-Versuche mit eigenen Eizellen zu probieren? Oder würden Sie - ganz ehrlich - eher zur Eizellspende raten?

Über eine ganz ehrliche Einschätzung würde ich mich sehr freuen!
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sonjazeitler
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Anmeldungsdatum: 01.05.2012
Beiträge: 825
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2019 07:16 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

die Auslösespritze 36 Stunden vor Punktion ist für die EZ das Signal "Eisprungzeit"
und leitet dadurch den letzten Reifungsschritt ein.
Werden bei einer Punktion unreife EZ gewonnen, kann es sein,
dass sie dieses Signal schon bekommen haben und nur wenige Stunden bis zur
vollständigen Reifung brauchen. Mit diesen EZ hat man gute Befruchtugsraten und SS-Raten.
EZ die noch so unreif waren, dass sie das Signal noch nicht "verstehen" konnten,
brauchen meist 12 bis 24 Stunden um nachzureifen und können erst am Tag nach der Punktion
injiziert werden. Mit diesen nachgereiften EZ sind die Befruchtungs- und SS-Raten eingeschränkt,
sie können aber als Chance genutzt werden.
Gute Erfolge hat man in Fällen mit hohem Anteil unreifer EZ erzielt,
indem mit unterschiedlichen Präparaten oder einer Kombination von Präpararten
ausgelöst wurde. Manche EZ reagieren auf das eine Präparat besser als auf ein anderes.
Die Qualität ihrer reifen EZ ist bezüglich der Befruchtungs- und Entwicklungsrate gut.
Das Problem liegt wohl eher an der Anzahl und der Reifung. Bei diesen Bedingungen
braucht es leider ehr mal überdurchschnittlich viele Zyklen, um eine SS zu erzielen.
Eine EZS wäre denkbar, zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas verfrüht, da erst 3 Embryonen
transferiert wurden und die Aussichten auf Erfolg durchaus gegeben sind.

Alles Gute
Sonja Zeitler
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Rose_des_kleinen_Prinzen
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Anmeldungsdatum: 14.06.2017
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2019 12:39 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Dr. Zeitler,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Vielleicht habe ich mich in den 2 Nachrichten etwas verwirrend ausgedrückt:

Meine Eizellen waren "fast" reif und konnten innerhalb von 2 Stunden komplett nachgereift werden. Sie wurden dann alle zeitgleich am Tag der Punktion mit Spermien injiziert.

Am nächsten Tag rief mich die Biologin an, dass meine Eizellen das Anpieksen (am Tag vorher) nicht überlebt hätten und über Nacht alle degeneriert seien.

Meine Fragen an Sie ist nun:

1. Inwiefern generell "fast" reife Eizellen, die nach nur 2 Stunden vollständig nachgereift sind, ähnliche Chancen haben wie Eizellen die von Anfang an reif waren.

und vor allem

2. Wie die degnerierten Eizellen bei mir zustande kamen. Sie waren ja laut Biologin am Tag der Punktion (also nach 2 Stunden) alle nachgereift und sahen zunächst gut aus.
Degeneriert sind sie dann, nachdem die Spermien injiziert wurden - bis zum nächsten Morgen.

Waren die Eizellen allgemein von schlechter Qualität oder hätten sie eine gute Qualität gehabt, wenn sie reif gewesen wären?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
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sonjazeitler
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Anmeldungsdatum: 01.05.2012
Beiträge: 825
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2019 08:15 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

1. Inwiefern generell "fast" reife Eizellen, die nach nur 2 Stunden vollständig nachgereift sind, ähnliche Chancen haben wie Eizellen die von Anfang an reif waren.

Für die Reife der EZ und später für die Entwicklung der Embryonen gibt es keine "eindeutig festgelegte" Zeitpunkte sonder Zeitfenster von mehrerern Stunden,
in denen gewisse Reife/Entwicklungsschritte durchlaufen/erreicht sein sollen d.h. eine EZ die 2 Stunden später die vollständige Reife erreicht hat,
hat die gleichen Vorraussetzungen wie die etwas schnelleren EZ.
Erst ab der Überschreitung gewisser Zeitrahmen nimmt die Wahrscheinlichkeit langsam ab d.h. sinkt nicht sofort auf Null.

2. Wie die degnerierten Eizellen bei mir zustande kamen. Sie waren ja laut Biologin am Tag der Punktion (also nach 2 Stunden) alle nachgereift und sahen zunächst gut aus.
Degeneriert sind sie dann, nachdem die Spermien injiziert wurden - bis zum nächsten Morgen.

EZ degenerieren entweder direkt nach der ICSI, meistens aber erst während der folgenden Stunden nach der Injektion.
Für EZ, die die ICSI nicht überstehen, kann der Grund sein, dass sie sehr fragil und dadurch schwierig zu injizieren sind, sie tolerieren die Injektion nicht so gut.
Es kann aber auch eine Ursache bei der technischen Durchführung der ICSI gewesen sein, da die EZ bei der Injektion "gut" aussahen, also eher nicht fragil waren.

Gruß
Sonja Zeitler
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