Dr. Peet: Frage zum MAR-Test und zur Immunologischer Inf.

Für fachliche repromedizinische Fragen an Herrn Dr. Peet

klein-putz-Kooperationspartner

Moderator: Dr.Peet

Antworten
kassandra159
Rang0
Rang0
Beiträge: 60
Registriert: 09 Jul 2006 17:43

Dr. Peet: Frage zum MAR-Test und zur Immunologischer Inf.

Beitrag von kassandra159 »

hallo herr dr. peet,

hoffentlich können sie uns weiterhelfen, denn wir haben folgende fragen:

ab wann spricht man von einer immunologischen infertilität und wie wird sie diagnostiziert?

welche rolle spielt ein hochpositiver MAR-Test?

warum wird in den meisten fällen bei einem positiven test nicht weiter untersucht?

in den meisten reproduktionszentren wird, um auf ASA (Anti-Spermatozoen-Antikörper) im ejakulat zu testen, der MAR-Test oder der IBT angewandt.
in den allermeisten fällen wird bei einem positiven test direkt zu einer IUI geraten, egal wie hoch der titer ist.
auf den positiven test folgen keine weiteren untersuchungen!

sollte aber nicht gerade bei hochpositven titern zu einer ICSI geraten werden, und nicht wie üblich zu einer IUI?

denn damit kann den patienten viel erspart bleiben, z.b. erfolglose IUI`s, IVF (weil keine eizellen befruchtet wurden), schmerzen und viel geld!

bei einer immunologischen infertilität wird immer zu einer ICSI geraten, was aber, wenn diese nicht erkannt wird?

uns ist ähnliches passiert:

da bei meinem mann alle spermiogramme einen positiven MAR-Test aufwiesen, alle hatten einen titer höher als 50% (56%,60%,70%), wurde uns zu einer IUI/IVF geraten.

wir haben uns für eine IVF entschieden, da wir uns höhere chancen ausgrechneten und das letzte spermiogramm auch nicht gerade gut ausfiel!

doch leider wurde keine einzige eizelle befruchtet!


nun habe ich folgendes gefunden, leider zu spät:

Bei Titern, bei denen über 50 Prozent der Spermatozoen positiv sind, nimmt die spontane Schwangerschaftsrate deutlich ab, dann ist die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) zu empfehlen.

Quelle: Deutsche Ärztezeitung 2002, Verfasser: Prof. Dr. med. Walter Krause


wir fühlen uns falsch beraten!

vielen dank
Gast

Beitrag von Gast »

Huhu,

bin zwar nicht Dr. Peet aber uns ist es ähnlich ergangen!!

Mein Mann hoch posistiver MAR-Test, 5 negative IUI's, IFV ohne Befruchtung und dann kam durch ICSI der ersehnte Erfolg. Ich kann mir vorstellen dass schön so behandelt wird, da die Klinik dickes Geld mit uns verdient und einfach die Augen verschließt!! Uns hätte so mindestens 1 Jahr erspart bleiben können. Eine spontane Schwangerschaft trotz hohem MAR soll wohl möglich sein, habe aber noch nie gehört dass eine Frau damit schwanger wurde!! :-?

Solltest du noch Fragen haben, dann kannst du mich per pn kontaktieren. Warum hat dein Mann MAR? Meiner durch eine Refertilisierung!!!

:knuddel:
Lilui
Rang0
Rang0
Beiträge: 1
Registriert: 09 Jun 2026 20:46

Re: Dr. Peet: Frage zum MAR-Test und zur Immunologischer Inf.

Beitrag von Lilui »

Hallo,
auch wenn dieser Beitrag 20 Jahre alt ist, oder gerade weil er so alt ist, möchte ich hier etwas ergänzen weil dieser Thread viele verunsichern kann.
Dieser Beitrag wird nämlich immernoch angezeigt, wenn man etwas unsicher nach einem positiven MAR Test danach sucht was dies bedeutet.
So ging es mir und was hier steht hat uns so sehr verunsichert, dass wir wirklich geglaubt haben, nur mit Unterstützung schwanger werden zu können.

Ein positiver MAR‑Test über 50% bedeutet nicht, dass eine spontane Schwangerschaft unmöglich ist.
Die Aussage „habe noch nie gehört, dass eine Frau damit schwanger wurde“ kann ich nicht bestätigen. Ich selbst bin nach 5 Monaten spontan schwanger geworden, trotz hochpositivem MAR‑Test meines Partners. Die Informationen aus den frühen 2000ern sind heute nicht mehr aktuell. Heute weiß man, dass viele Paare trotz hoher ASA‑Werte spontan schwanger werden können. Ich schreibe das, damit niemand unnötig Angst bekommt oder vorschnell in teure Behandlungen gedrängt wird.

Viel Erfolg beim Kinderwunsch und nicht stressen lassen (ja, leichter gesagt als getan) :verneig: :schwanger:
Antworten

Zurück zu „Fragen an den Repromediziner“