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lara9988
Rang0



Anmeldungsdatum: 23.05.2020
Beiträge: 5
Wohnort: Neuenbürg

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2020 18:41 Beitrag speichern    Titel: ICSI naturelle Antworten mit Zitat

nach 10 ivf mit Hormonbehandlung (7 Fehlgeburten) steht die Partnerimmunisierung bevor.
Leider durch Corona sehr lange Wartezeiten. D.h. insgesamt wieder bis Behandlungsende ca. 6 Monate Pause.
Als Überbrückung zur Wartezeit bis zum Erstgespräch wurde mir eine icsi im natürlichen Zyklus geraten.
- Gibt es Erfahrungen von Paaren bei denen es mit Hormonbehandlung nie klappte bzw. Fehlgeburten hatten mit einer icsi im natürlichen zyklus Erfolg hatten?
- Bedingung für die Partnerimmunisierung ist meines Wissens nicht schwanger zu sein. Sollte bei uns die Indikation vorhanden sein kann man dies ignorieren und dennoch parallell die Behandlung der Parterimmunisierung und Immunisierung vornehmen? Nach Behandlungsende soll man meines Wissens ja schnell schwanger sein.
- ist die Behandlung der Partnerimmunisierung bei übereinstimmenden hla Genen angebracht und sollte daher besser das Behandlungsende abwarten?
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Dr.Peet
Repromediziner (Peet)



Anmeldungsdatum: 11.12.2001
Beiträge: 5971
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2020 13:37 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Die IVF / ICSI im nat. Zyklus ist ja nicht so afwändig. So Sie schwanger werden, sagen Sie die "IMMUNTHERAPI" eben ab.
Dazu:


Auf der Suche nach möglichen allgemeingültigen Antworten auf die immer wiederkehrenden Fragen nach der Sinnhaftigkeit von Immuntherapien finden sich in der aktuellen Fachliteratur folgende Zusammenfassungen / Empfehlungen:

The role of immunotherapy in in vitro fertilization: a guideline
Practice Committee of the American Society for Reproductive Medicine American Society for Reproductive Medicine, Birmingham, Alabama
(Fertil Steril 2018; 110:387-400. 2018 by American Society for Reproductive Medicine.)

Endergebnis übersetzt (Dr. Peet):
Immuntherapien, die darauf abzielen, die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt bei der IVF-Behandlung zu verbessern, haben sich in der Regel als unwirksam erwiesen oder wurden nicht ausreichend untersucht, um endgültige Empfehlungen für ihre Verwendung zu geben.

The role of immunotherapy in in vitro fertilization and recurrent pregnancy loss: 
a systematic review and meta-analysis
Chiara Achilli, M.D., Montserrat Duran-Retamal, M.D., Wael Saab, M.R.C.O.G, Paul Serhal, M.R.C.O.G and Srividya Seshadri, M.D.
Centre for Reproductive and Genetic Health, London, United Kingdom
(Fertil Steril 2018; 110:1089-100. 2018 by American Society for Reproductive Medicine.)

Endergebnis übersetzt (Dr. Peet):
Auf der Grundlage der in unserer Überprüfung vorgelegten Nachweise spielt die Immuntherapie keine Rolle bei der Verbesserung der LBR (Lebendgeburtenrate) bei Frauen, die sich einer IVF mit oder ohne RIF-Vorgeschichte unterziehen.

Immune modulation treatments – where is the evidence?
Malene Meisner Hviid, M.D.a and Nick Macklon, M.D., Ph.D.a,b
a Department of Obstetrics and Gynecology, Zealand University Hospital, Roskilde, Denmark; and b Department of Obstetrics and Gynaecology, University of Southampton, Princess Anne Hospital, Southampton, United Kingdom
Steril 2017; 107:1284-93. 2017 by American Society for Reproductive Medicine.)

Endergebnis übersetzt (Dr. Peet):
Die Auswertung von Studien zur Immunmodulation ist deprimierend. Auf der einen Seite fehlen echte Nachweise für die Wirkung dieser Therapien, zum anderen scheinen gelegentlich kommerzielle Interessen hinter ihnen zu stehen.

Dr. Peet, Juli 2019
_________________
Disclaimer:
Als Arzt bin ich rechtlich verpflichtet nur allgemeine Informationen zu geben, die das konkrete und individuelle persönliche ärztliche Gespräch nicht ersetzen können. Insofern kann auch keine Haftung für meine Auskünfte gegeben werden. Nach §7 Abs.3 Berufsordnung der Ärztekammer Berlin, darf die individuelle ärztliche Behandlung, insbesondere Beratung, nicht ausschließlich über Computerkommunikationsnetze durchgeführt werden.
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Dr. Peet gibt Antworten auf Fragen aus seiner persönlichen Fachkenntnis und seiner persönlichen Einschätzung heraus. Seine Antworten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, gelegentlich sind es auschließlich Meinungen und Eindrücke, die sich auf den betreffenden Fall beziehen.
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dar1na
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Anmeldungsdatum: 27.09.2020
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 28 Sep 2020 21:16 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Bei unserer ersten ICSI sahen die EZ nicht gut aus, bei der zweiten war es nicht sehr viel besser...Jetzt im Pausenzyklus war ich an ZT 12 zur Vorsorge und da sah der Arzt auch, dass der Eisprung schon vorbei war. Weil ich das schon vom Zyklusmonitoring kannte, habe ich den KIWU-Arzt schon vor unserem ersten IVF-Naturelle Zyklus darauf angesprochen und nach Lösungen gefragt. Er sagte, dass Clomifen den ES verhindern kann, aber gleichzeitig auch die Schleimhaut schwächt. Ich habe bei unseren IUI`s tatsächlich nie einen vorzeitigen ES gehabt. Und hatte zwei mal zwei Eier und einen guten Schleimhautaufbau. Vielleicht ist das ein Versuch wert bei dir? Ich mache jetzt einen Zyklus ohne jegliche Medis. Auch kein Progesteron, nur ICSI. Mal gucken was dabei raus kommt... Ich bin aber meinem Körper gegenüber skeptisch und denke es braucht mehr als eine Mini-ICSI. Plan ist dann danach mit 75 Einheiten wenigstens eine reife ES zu bekommen. Obwohl mein AMH-Wert von knapp 4 ja ok ist, reagiere ich schlecht auf die Medis. Vielleicht klappt es mit milder Stimu besser als mit der vollen Dröhnung. Ich fühle ganz fest mit dir und hoffe und wünsche für uns, dass uns ganz bald ein Wunderkind geschenkt wird!
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