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klein-putz Foren-Übersicht -> Medizinischer bzw. betreuter Bereich -> Fragen an den Repromediziner -> Cortison ja oder nein
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Flow2020
Rang0



Anmeldungsdatum: 17.02.2020
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 16 Okt 2020 23:03 Beitrag speichern    Titel: Cortison ja oder nein Antworten mit Zitat

Hallo Dr. Peet,

Ich bräuchte bitte eine Drittmeinung: es geht um Embryonenspende (Komplettspende, 2 Blastos geplant).

Habe leichte Endometriose und vermutlich auch Adenomyose sowie eine gute eingestellte Schilddrüsenunterfunktion und einige Nahrungsmittelunverträglichkeiten (keine Allergien, keine Lactose, Fructose oder Glutenunverträglichkeit).

Nun sagt mir der eine Arzt, es gibt keine Indikation für Prednisolon, daher nicht nehmen, könnte durch Downregulierung des Immunsystems die Einnistung stören, weil dann ggf. die nötige Immunreaktion fehlt.

Der andere Arzt meint, 15 mg ab Progesteroneinnahme können in jedem Fall nicht schaden, aber für den Fall, dass NK-Zellen in der Gebärmutter erhöht sein sollten (es wurde kein Test gemacht), wäre es evtl. hilfreich für die Einnistung. Also prophylaktisch nehmen
Wie sieht Ihre Einschätzung dazu aus? Es ist mein letzter Versuch (3.), ich bin schon im Transferzyklus. Zuvor hatte ich 1x ein Negativ, beim letzten Mal eine biochemische Schwangerschaft.

Cortison ja oder besser doch nicht?

Vielen Dank vorab.
_________________
07/2020 1. EMS (Blasto-DET) in Spanien - negativ
09/2020 2. EMS (Blasto-DET) in Spanien - biochemische SS
10/2020 3. EMS (Blasto-DET) in Spanien - negativ
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Kleopatra
Rang0



Anmeldungsdatum: 15.10.2014
Beiträge: 210

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2020 21:03 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin jetzt nicht Dr. Peet, aber ich glaube die meisten haben Cortison genommen.
Ich auch und habe überhaupt keine "Baustellen" gehabt.
Wenn ich nich recht erinnere soll dadurch das Immunsystem herunterfahren und daraufhin die Embryonenspende nicht als Fremdkörper abgestoßen werden.
Auch bei "normaler Empfängnis" sind es ka 50 %fremde Gene und sanda gibt es diesbezüglich auch manchmal Abstossungsprobleme

Wie geschrieben, ich bin kein Arzt und teile nur meine Erfahrungen
mit

Herzliche Grüße
Kleopatra
_________________
Diverse künstliche Befruchtungsversuche ohne Erfolg, da Eizellen zu alt.
10.09.15 EMS TF 2 Blastos bei Gennet Prag
24.09.15 1. Urintest negativ
25.09.15 2. Urintest Clear Blue positiv
26.09.15 HCG bei 2139
02.10.15 HCG bei 7366
03.10.15 starke Blutungen, ab ins Krankenhaus
1 Dottersack zu sehen.
04.10.15 noch stärkere Blutungen
05.10.15 US beim Frauenarzt
1 Herzchen schlägt, Mutterpaß
bekommen
07.10 US ok
15.10. schwallartige Blutungen, ab ins KH
Hämatom, Nerven liegen blank
19.10 beim Frauenarzt, alles ok mit dem Baby
04.11 US alles zeitgerecht, Minibaby geht es gut WE 10+4
18.11 US alles zeitgerecht, Nackenfaltenmessung alles ok WE 12+4

02.12 US alles ok, Minibaby fleißig am Turnen. WE 14+4
16.12 US alles ok, Minibaby ist schon 14 cm groß, noch kein outing WE 16+4
23.12 US alles ok, Baby turnt fleißig WE 17+4
04.01.16 US alles ok, Baby ist schon 21 cm groß und 280 Gramm leicht WE 19+2

18.01.16 Feindiagnostik alles prima, Tendenz zum Mädchen WE 21+2
01.0216 Es ist ein Mädchen 640 Gramm 30cm groß
We 23+2
22.02.16 Alles ok, unsere Mädchen wiegt 900 Gramm WE 26+
08.03.16 Unser Mädchen ist schon 1200 Gramm schwer Woche 28+1
23.03.16 1600 Gramm und 40 cm in Woche 30+4: Juhu sie sieht toll aus
06.04.16 2000 Gramm und 44 cm und Kopfhaare
ohne Ende Woche 32+4
2400 Gramm und 46 cm, liegt schon schön in richtiger Position Woche 34+4
Blasensprung in Woche 35+6
Es wird ein Kaiserschnitt empfohlen und gemacht.
Unsere Tochter kommt zur Welt. Wir sind überglücklich und verliebt
Nach Inkubatorzeit und Wärmebettchen dürfen wir unseren Sonnenschein mit nach Hause nehmen.
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Kleopatra
Rang0



Anmeldungsdatum: 15.10.2014
Beiträge: 210

BeitragVerfasst am: 17 Okt 2020 21:04 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry für die Schreibfehler
_________________
Diverse künstliche Befruchtungsversuche ohne Erfolg, da Eizellen zu alt.
10.09.15 EMS TF 2 Blastos bei Gennet Prag
24.09.15 1. Urintest negativ
25.09.15 2. Urintest Clear Blue positiv
26.09.15 HCG bei 2139
02.10.15 HCG bei 7366
03.10.15 starke Blutungen, ab ins Krankenhaus
1 Dottersack zu sehen.
04.10.15 noch stärkere Blutungen
05.10.15 US beim Frauenarzt
1 Herzchen schlägt, Mutterpaß
bekommen
07.10 US ok
15.10. schwallartige Blutungen, ab ins KH
Hämatom, Nerven liegen blank
19.10 beim Frauenarzt, alles ok mit dem Baby
04.11 US alles zeitgerecht, Minibaby geht es gut WE 10+4
18.11 US alles zeitgerecht, Nackenfaltenmessung alles ok WE 12+4

02.12 US alles ok, Minibaby fleißig am Turnen. WE 14+4
16.12 US alles ok, Minibaby ist schon 14 cm groß, noch kein outing WE 16+4
23.12 US alles ok, Baby turnt fleißig WE 17+4
04.01.16 US alles ok, Baby ist schon 21 cm groß und 280 Gramm leicht WE 19+2

18.01.16 Feindiagnostik alles prima, Tendenz zum Mädchen WE 21+2
01.0216 Es ist ein Mädchen 640 Gramm 30cm groß
We 23+2
22.02.16 Alles ok, unsere Mädchen wiegt 900 Gramm WE 26+
08.03.16 Unser Mädchen ist schon 1200 Gramm schwer Woche 28+1
23.03.16 1600 Gramm und 40 cm in Woche 30+4: Juhu sie sieht toll aus
06.04.16 2000 Gramm und 44 cm und Kopfhaare
ohne Ende Woche 32+4
2400 Gramm und 46 cm, liegt schon schön in richtiger Position Woche 34+4
Blasensprung in Woche 35+6
Es wird ein Kaiserschnitt empfohlen und gemacht.
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Claudi42
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Anmeldungsdatum: 04.07.2019
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 18 Okt 2020 16:26 Beitrag speichern    Titel: Prednisolon Antworten mit Zitat

Auch ich kann nur meine Erfahrung mitteilen. Hatte bei den ersten beiden ICSI keine Einnistung, aber wenigstens eine gute Befruchtungsrate und Transfer. Habe danach auf eigenen Wunsch eine Endometrium Biopsie machen lassen - nur leicht erhöhte KZ in der Gebärmutter. Darauf hin sollte ich 10 mg Prednisolon täglich nehmen und danach zur Kontroll-Biopsie. Ergebnis: um das vierfach (!) Erhöhte KZ. Hat bei mir also genau das Gegenteil bewirkt. Erklären konnte sich das keiner.

Nun wird's aber noch verrückter. Im Folgezyklus an die 2. Biopsie und das Prednisolon und mit dieser unwahrscheinlich hohen Anzahl KZ bin ich (nach 10 Jahren!) spontan schwanger geworden. Geblieben ist es leider nur bis zur 6. ssw, aber immerhin. Danach habe ich meine 3. ICSI gestartet, dachte dann probiere ich mal Prednisolon ohne Indikation begleitend... war das schlechteste Ergebnis bisher. Überhaupt keine Befruchtung, da die Eizellen eine miese Qualität hatten, die Hülle war bei allen viel zu weich.

Im nächsten Versuch lasse ich es wieder weg.
_________________
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Dr.Peet
Repromediziner (Peet)



Anmeldungsdatum: 11.12.2001
Beiträge: 5971
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06 Nov 2020 16:10 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Auf der Suche nach möglichen allgemeingültigen Antworten auf die immer wiederkehrenden Fragen nach der Sinnhaftigkeit von Immuntherapien finden sich in der aktuellen Fachliteratur folgende Zusammenfassungen / Empfehlungen:
The role of immunotherapy in in vitro fertilization: a guideline
Practice Committee of the American Society for Reproductive Medicine American Society for Reproductive Medicine, Birmingham, Alabama
(Fertil Steril 2018; 110:387-400. 2018 by American Society for Reproductive Medicine.)
Endergebnis übersetzt (Dr. Peet):
Immuntherapien, die darauf abzielen, die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt bei der IVF-Behandlung zu verbessern, haben sich in der Regel als unwirksam erwiesen oder wurden nicht ausreichend untersucht, um endgültige Empfehlungen für ihre Verwendung zu geben.
________________________________________
The role of immunotherapy in in vitro fertilization and recurrent pregnancy loss: 
a systematic review and meta-analysis
Chiara Achilli, M.D., Montserrat Duran-Retamal, M.D., Wael Saab, M.R.C.O.G, Paul Serhal, M.R.C.O.G and Srividya Seshadri, M.D.
Centre for Reproductive and Genetic Health, London, United Kingdom
(Fertil Steril 2018; 110:1089-100. 2018 by American Society for Reproductive Medicine.)
Endergebnis übersetzt (Dr. Peet):
Auf der Grundlage der in unserer Überprüfung vorgelegten Nachweise spielt die Immuntherapie keine Rolle bei der Verbesserung der LBR (Lebendgeburtenrate) bei Frauen, die sich einer IVF mit oder ohne RIF-Vorgeschichte unterziehen.
________________________________________
Immune modulation treatments – where is the evidence?
Malene Meisner Hviid, M.D.a and Nick Macklon, M.D., Ph.D.a,b
a Department of Obstetrics and Gynecology, Zealand University Hospital, Roskilde, Denmark; and b Department of Obstetrics and Gynaecology, University of Southampton, Princess Anne Hospital, Southampton, United Kingdom
Steril 2017; 107:1284-93. 2017 by American Society for Reproductive Medicine.)
Endergebnis übersetzt (Dr. Peet):
Die Auswertung von Studien zur Immunmodulation ist deprimierend. Auf der einen Seite fehlen echte Nachweise für die Wirkung dieser Therapien, zum anderen scheinen gelegentlich kommerzielle Interessen hinter ihnen zu stehen.
Dr. Peet, Juli 2019
_________________
Disclaimer:
Als Arzt bin ich rechtlich verpflichtet nur allgemeine Informationen zu geben, die das konkrete und individuelle persönliche ärztliche Gespräch nicht ersetzen können. Insofern kann auch keine Haftung für meine Auskünfte gegeben werden. Nach §7 Abs.3 Berufsordnung der Ärztekammer Berlin, darf die individuelle ärztliche Behandlung, insbesondere Beratung, nicht ausschließlich über Computerkommunikationsnetze durchgeführt werden.
Erster Ansprechpartner für Ihre medizinischen Belange ist Ihr Arzt, Ihr Kinderwunschzentrum.
Dr. Peet gibt Antworten auf Fragen aus seiner persönlichen Fachkenntnis und seiner persönlichen Einschätzung heraus. Seine Antworten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, gelegentlich sind es auschließlich Meinungen und Eindrücke, die sich auf den betreffenden Fall beziehen.
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