Kassenbeiträge bleiben bei rund 14,0 Prozent
Schmidt räumt verfehltes Beitragsziel ein
Sozialministerin Ulla Schmidt hat eingeräumt, dass die Beitragsentlastung nach der Gesundheitsreform dieses Jahr geringer ausfällt als erhofft. Für möglich halten ihre Experten nun noch einen durchschnittlichen Beitragssatz von rund 14 Prozent zum Jahresende. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als jetzt.
In den vergangenen Monaten hatte Schmidt immer von "deutlich unter 14 Prozent" zum Jahresende 2004 gesprochen. In der Gesundheitsreform war für das laufende Jahr sogar ein Satz von nur 13,6 Prozent anvisiert. Die Senkung sollte einen Teil der Belastungen der Versicherten durch Praxisgebühr, Zuzahlungen und Eigenanteile wettmachen.
Reform bringt Verbesserung von 0,1 Prozent
Seit dem Start der Reform verringerte sich der durchschnittliche Satz bislang aber nur von 14,3 auf 14,2 Prozent. Ihr Ministerium und die Aufsichtsbehörden würden mit jeder einzelnen betroffenen Kasse reden, sagte Schmidt. "Es ist an der Zeit, dass das, was die Versicherten geleistet haben, auch zurückkommt."
Um das vom Ministerium geschätzte Senkungspotenzial gibt es aber weiter Streit mit den Kassen. Die Fachleute beider Seiten wollen sich noch einmal treffen, um die Daten abzugleichen. Die Krankenkassen gingen im Gegensatz zu anderen Fachleuten nicht von einem Lohnzuwachs im kommenden Jahr aus, sagte die Ministerin.
Die Krankenkassen begründen ihre Zurückhaltung bei Beitragssenkungen auch damit, dass mit den Arzneimittelkosten ein erheblicher Ausgabenfaktor schon im nächsten Jahr wieder wachsen könnte.
Stand: 11.11.2004 18:04 Uhr
quelle: http://tagesschau.de/aktuell/meldungen/ ... F2,00.html
news: Ulla Schmidt räumt verfehltes Beitragsziel ein
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*nevergiveup*
Danke für die Beachtung