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klein-putz Foren-Übersicht -> Medizinischer bzw. betreuter Bereich -> Fragen an die Biologin -> Nullbefruchtung ICSI/Tese
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Flora2415
Rang0



Anmeldungsdatum: 13.05.2018
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2018 11:33 Beitrag speichern    Titel: Nullbefruchtung ICSI/Tese Antworten mit Zitat

Hallo Frau Zeitler,

Ich (30) hatte diesen Monat meine erste ICSI mit Tese-Spermien, da mein Mann (31) Azoospermie hat, kommt nur diese Variante in Frage. Am Freitag hatte ich dann die Punktion, in der 5 Eier entnommen werden konnten. Gestern morgen kam dann das niederschmetternde Ergebnis, dass sich keine Eizelle befruchtet hat. Lt. Aussage des Arztes, waren 4 Eizellen befruchtungsfähig und auch die aufgetauten Spermien hatten eine gute Qualität. Nun meine Frage(n):
1. Ist dies eine Momentaufnahme und kann die Befruchtungsrate im nächsten Versuch wieder ganz anders aussehen?
2. wie wichtig ist es, dass die Biologen sich mit Tese-Spermien auskennen?
3. Das Ergebnis bekam ich bereits ca. 23 Std.nach der Punktion mitgeteilt. Kann man hier schon eine zuverlässige Aussage treffen?

Leider ist momentan Wochenende, sodass ich nicht im Labor anrufen kann. Würde gerne etwas mehr darüber erfahren.
Über ihre Antowrt wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Flora
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sonjazeitler
Rang1



Anmeldungsdatum: 01.05.2012
Beiträge: 714
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2018 15:02 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bei einer ICSI erwartet man für reife EZ eine Befruchtungsrate von ca 60-70 %.
Bei einer ICSI mit TESE-Spermien kann die Befruchtungsrate niedriger ausfallen,
je nach dem wie stark die Spermienreifung eingeschränkt ist und die Befruchtungsfähigkeit
der Spermien dadurch abnimmt. Der "Johnson-Score" dient der Beurteilung der Spermien
aus dem entnommenen Hodengewebe:

Ein Johnson-Score von 1 bis 6 weist eine massive Reifungsstörung hervor.
Ein Johnson-Score von 6 bis 8 weist eine leichtere Reifungsstörung hervor.
Und ein Johnson-Score von 8 bis 10 weist eine weitgehend normale Spermatogenese hervor.

Für die Qualität der TESE-Spermien ist auch deren Beweglichkeit vor dem Einfrieren und nach dem
Auftauen entscheiden. Durch die Bewegung eines Spermiums kann es von anderen unbeweglichen
und somit eventuell avitalen (nicht befruchtungsfähigen) Spermien unterschieden werden.
Fragen sie bei ihrem Arzt nach, ob es ausreichend viele, bewegliche Spermien für die
Injektion gab d.h. ob Anzahl, Form und Beweglichkeit der Spermien in der Probe gute Voraussetzungen
für eine Befruchtung ergaben. Das Ergebnis nach 23 Std. ist meist sehr zuverlässig,
nur selten kommt es vor, dass die Anzeichen für Befruchtung wesentlich später oder früher
auftreten und dadurch nicht erkannt werden.

Falls trotz guter Anzahl und Beweglichkeit keine Befruchtung eingetreten ist,
sollte in einem zweiten Versuch die Stimulation nach Möglichkeit so verändert werden,
dass eine höhere EZ-Zahl zur Verfügung steht, um dann die Befruchtungsrate besser einschätzen zu können.
Die Injektion und Nicht-Befruchtung von 4 reifen EZ lässt noch nicht all zu viele Folgerungen zu.
Da sie erst 30 J alt sind, haben sie gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen TESE-ICSI-Zyklus
und bekommen hoffentlich bald auch einen Embryotransfer.

Alles Gute
Sonja Zeitler
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Flora2415
Rang0



Anmeldungsdatum: 13.05.2018
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2018 18:04 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die schnelle Antwort!
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mariechen74
Rang0



Anmeldungsdatum: 07.04.2014
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2018 22:29 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
zu deiner zweiten Frage möchte ich nach unserer Erfahrung sagen: ja, es ist wichtig, eine Kiwu zu wählen, deren Biologen sich gut mit Tese auskennen und das häufiger machen. Auch die Tese kann qualitativ unterschiedlich sein, je nachdem, wo sie gemacht wurde.
LG, Mariechen
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Else13
Rang2



Anmeldungsdatum: 25.01.2013
Beiträge: 1357
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2018 09:32 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Zu deiner zweiten Frage kann ich auch nur sagen, dass ein gutes Labor, in dem man sich mit Tese- material auskennt, wirklich wichtig ist!
_________________
- Diagnose obstruktive Azoospermie im März 2013 (CBAVD mit zwei Mutationen auf dem CFTR- Gen)
- MESA und TESE- OP bei Prof. Schwarzer in München: 12x MESA, 12x TESE- Proben
- 1. ICSI im April 2013: negativ, dann Diagnose Hashimoto
- Insgesamt 11 gute Embryonen (Versuche 1-6) haben sich alle nicht eingenistet
Dann im Dez. 2014: NK-Zellaktivität, TH1/TH2-Ratio und NK-Anteil im Endometrium deutlich erhöht. Behandlung in der 7. ICSI mit Intralipid, Cortison und Granocyte.

- ICSI Nr. 7 trotz 3 guter Embryonen wieder ohne Einnistung. Macht es überhaupt noch Sinn, weiter zu machen? Der Professor sagt ja, wir hätten mit ICSI Nr. 7 den allerersten realistischen Versuch gehabt....also nochmal von vorne, 2 Jahre und 6 ICSIs umsonst.
Nach Antibiotikakur NK-Aktivität im unteren Normbereich
- ICSI Nr. 8 auch nix
- ICSI Nr. 9 wieder negativ
- Eine NC-ICSI hat auch nicht geklappt.
NKa wieder deutlich angestiegen, die Bakterientheorie hat nicht gegriffen, doch autoimmuner Hintergrund. Ohne immunmodulierende Medis wird es nicht gehen...
- ICSI Nr. 11: Das erste Mal Blasto-Transfer....endlich schwanger, aber es ist ein MA wegen einer Trisomie 22
- ICSI Nr. 12 negativ
- ICSI Nr. 13 negativ
- ICSI Nr. 14 auch keine Erfolgsgeschichte, nur noch TESE da
- nächster Transfer im ERA-optimierten HRT-Zyklus, Embryonen- Pooling läuft. Zusätzlich aktive Immunisierung.
- genug gepoolt: 3 exp. Blastos, eine frühere und drei vitrifizierte 2PNs: das reicht für drei Transfers
Nach 16 ICSIs im Transfer Nr. 15 nochmal die große Chance: hCG an PU+16 429; PU+19 1465; 5+4: Fruchthöhle und Dottersack; 6+2: Herzschlag; ein Mädchen ...
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