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Verfasst: 24 Jan 2009 09:16
von itzchen
Hi Biba,

das ist so nicht richtig, siehe dazu meine Ausführungen im anderen Thread. Wenn ein unfraktioniertes Heparin gegeben wurde, ist Halbwertszeit viel kürzer (6 Stunden) und es besteht darüber hinaus die Möglichkeit der Antagonisierung. Wichtig für alle, die wie ich spontan entbinden wollen und nicht wissen, wann sie aussetzen müssten. Mehr dazu wie gesagt im großen Ordner.

Unfraktioniertes Heparin wird ja auch bei Patienten gegegeben, die gar keine Thrombophilie haben, sondern nur ein erhöhtes Risiko aufgrund der Situation im KH.

Meine Infos stammen übrigens von der hiesigen Uni-Klinik, dem Prof, der mir das NHM verordnet hat und selbst Hämostaseologe ist und von einem befreundeten Anästhesisten.

Sollte also mehr als wasserdicht sein.

LG
itzchen

Verfasst: 24 Jan 2009 10:11
von Summsebienchen
Hallo zusammen,

ich werde es wohl so machen, dass ich das auf jeden Fall bei der Geburtsplanung anspreche und die Befunde aufgrund derer ich das Heparin überhaupt spritze auch mitnehme. Die werden sicherlich eine klare Anweisung für mich haben. Und wenn die sagen, dass ich umstellen muss, dann werde ich das wohl eh machen müssen. Erstmal warte ich jetzt ab, was Gyn und KKH dazu sagen.

Aber ich danke Euch trotzdem vielmals, jetzt habe ich glaube ich genug Hintergrundwissen, dass ich auch bis zu einem gewissen Grad beurteilen kann, ob die wissen was sie tun.

LG

Verfasst: 26 Jan 2009 16:04
von Biba
Hallo Itzchen,

gib mir bitte noch einen kleinen Tipp auf welcher Seite so ungefähr im großen Ordner deine Ausführungen stehen. :-?

Mein Hämostaseologe, den ich für sehr fähig halte, hielt die spontane Entbindung mit PDA auch für kein Problem. Er wollte aber nicht auf unfraktioniertes Heparin umsteigen, da die kurze Halbwertzeit ja auch Nachteile hat. Ich hab ziemlich hohe Dosierungen benötigt, da war es ganz gut, dass die entsprechenden Werte im Blut nur langsam angestiegen und wieder abgefallen sind. So war mit zwei Mal täglich spritzen ein einigermaßen gleichmäßiger, hoher Spiegel im Blut möglich.
Aber nach seiner Meinung war ich ja so gut eingestellt, dass keine erhöhte Blutungsneigung bestand. Für eine gefahrlose PDA nach ein paar Stunden hat er sich verbürgt.

Als ich mich dann im Krankenhaus vorgestellt hab, ist klar geworden, dass all die Gespräche mit Hämostaseologe, Frauenarzt, Hebamme und sonst wem wenig nützen. Letztendlich trägt der Anästhesist, der im entscheidenden Moment Dienst hat, die Verantwortung und der hält sich an seine Regeln. In meinem Fall eben 24 Stunden Abstand letzte Heparin-Spritze zur PDA.

Daher mein Tipp an alle, die's noch vor sich haben:
1. Es kann sein, dass unfraktioniertes Heparin nicht angezeigt ist, und
2. sprecht das Thema Heparin mit den zuständigen Anästhesisten vorher ab. Die geben Euch die PDA oder halt nicht. Wenn man's vorher weiß, kann man sich besser drauf einstellen.

Meine absolute Horrorvorstellung war, dass es am Schluß, ohne PDA womöglich auf eine Vollnarkose rausläuft und ich die Geburt gar nicht miterlebe. Da wäre dann z. B. eine eingeleitete Geburt (mit Heparin rechtzeitig absetzen und PDA) eine Alternative.

Leider hatte sich bei mir nach all den Überlegungen die spontane Geburt aus ganz anderen Gründen eh kurzfristig erledigt.


Viel Glück,
Biba

Verfasst: 26 Jan 2009 21:01
von itzchen
Hi Biba,

auf Seite 265 :-)

Aber Du hast das Wesentliche ja schon wiederholt.
Ich spritze tägl. 1x Mono Embolex, das sind 3000 Einheiten. Die kann man lt. Prof H problemlos umstellen auf unfraktionierte Alternativen, er nannte mir Calciparin.

Ich habe gestern nochmal meinen befreundeten Anästhesisten ausgefragt. Er selbst würde 10 Std nach NHM und 4 Std nach UFH eine PDA legen. Die genauen Abstände in der Klinik, wo ich entbinden will, weiss ich nicht, aber da die ja von sich aus den Vorschlag gemacht haben mit der Umstellung, wird es wohl ähnlich sein.
Ich will auch auf keinen Fall bei einer sekundären Sectio in der Vollnarkose landen. Und da die in dem KH sogar Zwills aus doppelter BEL entbinden, werde ich es auf jeden Fall erst spontan versuchen, falls nichts Schlimmes mehr dagegen spricht.
Aber klar, Du hast recht, Thema ganz offen ansprechen im KH und denjenigen, der einem das NMH verordnet hat fragen, ob UFH in Frage kommt. Dann kanns klappen....

LG
itzchen

Verfasst: 27 Jan 2009 09:46
von Summsebienchen
Hallo,

ich finde es super, dass hier so viele Erfahrungen ausgetauscht werden - so weiß ich auf jeden Fall worauf ich achten muss!

Ich hätte da nochmal eine Frage an Euch: Ich hab schon häufig was von Geburtsplanung im KKH und so weiter gelesen. Aber irgendwie weiß ich gar nicht wie das funktioniert. Itzchen, warst du schon im KKH zur Vorab-Besprechung - ach bestimmt, wegen den Zwillis, oder? Wie läuft das denn als Einlingsgebärende? Ab wann geht man denn da hin und stellt sich vor, oder würdet ihr da eher hingehen, wegen dem Heparin...?

Bin mir da im Moment irgendwie unsicher und will ja nicht schon acht Wochen vor dem ET den KKH-Leuten auf den Keks gehen :roll:

LG

Verfasst: 27 Jan 2009 09:51
von itzchen
Hi Summse,

mit einem Kind hast Du auf jeden Fall noch ein wenig Zeit. Ich würde so 6 oder 4 Wochen vor ET hingehen, wenn alles bis dahin ruhig bleibt.
Meistens ist es nur ein Gespräch, in meinem ersten KH damals mit einer Hebi. Die nehmen dann alles auf. Wichtig ist, dass Du den MuPa mitnimmst. Dann haben die im KH schon alle Werte da, inkl. Blutgruppe etc und wenn Du zur Entbindung kommst, muss das nicht mehr erledigt werden.

In Deinem Fall muss natürlich auch die Sache mit dem Heparin besprochen werden, evtl musst Du sagen, was Du willst, wenn die nicht gleich drauf anspringen.
Vielleicht wird dann in so einem Fall auch ein Doc dazu geholt, das macht jedes KH anders. Ist auf jeden Fall harmlos und man stellt sich immer mehr drunter vor, als es dann wirklich ist...
Aber die haben ja sicher eine "Hotline", ruf doch mal im Kreissaal an und frag, wann Du kommen sollst!

LG
itzchen

Verfasst: 27 Jan 2009 10:17
von Summsebienchen
Hallo Itzchen,

genau das habe ich eben auch gedacht: ich ruf da einfach mal an. :)
Ich soll das also nächste Woche mit meiner Gyn besprechen, ob und wann ich nochmal vorher vorbei kommen soll und würde dann eine Überweisung bekommen. Als ich dann das Heparin erwähnte, sagte die Helferin auch, dann wäre es wichtig das vorher zu besprechen.

Also werde ich das so machen und mal sehen, was die dazu sagen.
Die Hebammen kenne ich schon vom GVK, die werden auch nochmal zusammen mit uns den Kreissaal besichtigen und sicher auch noch einiges besprechen. Bloß bin ich bei der Besichtigung schon in der 36. SSW und ich denk immer, es könnte ja auch zu früh losgehen :roll:

Danke!

Liegen deine beiden schon in Startposition? Finde ich super, dass du sie spontan entbinden willst. Ich denke mir immer, wenn die Kleinen es alleine schaffen können und auch wollen, dann sollte man sie auch lassen. :jaja:

LG

Verfasst: 27 Jan 2009 10:23
von itzchen
Nö,

meine beiden Jungs liegen alle paar Tage mal anders, die scheinen fangen zu spielen... Aber ich habe extra ein KH ausgesucht, dass Zwillis aus allen Lagen spontan entbindet, sogar bei 2x BEL ! :jaja:

Es gibt nur wenige Lagen, aus denen dort von vorn herein ein KS geplant wird. Bin gespannt, aber wenn es geht, will ich einen KS auf jeden Fall vermeiden, zumal ich die spontane Entbindung vom Großen positiv in Erinnerung habe!

Und ich denke nicht, dass bei normalem SS-Verlauf und einem Kind vor der 36. SSW was passieren wird. Eher geht man über Termin und ist dann hinten raus genervt :schlaege:

Lg
itzchen

Verfasst: 27 Jan 2009 11:51
von Biba
Hallo Summsebienchen,

schließe mich Itzchen an: 3-4 Wochen vorher sollte reichen. Falls du nicht grad mit vorzeitigen Wehen zu kämpfen hattest. Dann weiß man meistens auch wie rum der Zwerg liegt, die können den noch mal im Ultraschall vermessen etc... Je näher am ET das liegt, desto aussagekräftiger.

Bei uns hier im KH wird bei der "Vorstellung" der ganze Papierkram im Kreißsaal und Mutter-Kind-Station erledigt und Termine mit Gynäkologe und Anästhesist gemacht. Auch wenn man spontane Entbindung ohne alles plant. Man weiß ja vorher nie und so hat man im Fall der Fälle die Aufklärung durch den Anästhesisten und dessen Papierkram auch schon hinter sich. Stell ich mir sonst blöd vor, wenn`s dann zwischen zwei Wehen heißt: " nun unterschreiben Sie mal hier" :roll:

Alles Liebe,
Biba