Hallo, bin neu im Forum und habe eine wichtige Frage

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Bea*1970*
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Beitrag von Bea*1970* »

Hormonika hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben! :meld:


Ich hab bisher nur ein paar ausgewählte Freunde eingeweiht, davon haben die Hälfte eher verständnislos reagiert. Sie konnten sich irgendwie nicht richtig einfühlen in die Problematik und verstanden den Ernst der Lage nicht so richtig. Als ich erklärt hab, was das bedeutet, sich Kiwumäßig behandeln zu lassen und was man/frau alles auf sich nimmt, kamen dann so Kommentare wie: "Muß das denn alles unbedingt sein? Kannst du dir denn ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen?"
Hallo Harmonie,

ich denke mal euere Freunde haben noch keine Kinder, oder vielleicht auch noch nicht den Wunsch nach eigenen Kindern. Kann mir nicht vorstellen das Eltern so reagieren würden. Schade das man sich dann noch genau diese Sätze die ihr zu hören bekommen habt anhören muß.

Ich glaube das Ganze hängt auch damit zusammen das die Problematik "ungewollt Kinderlos" immer noch bis zu einem gewissen Punkt für viele kein Thema ist bzw. in unserer Gesellschaft zu keinem Thema gemacht wird. Wieviele Leute das Problem haben ist einfach nicht bekannt.

Zu diesem Thema gibt es einen "Brief an eine Freundin" - muß mal gucken ob ich den noch wo finde. Den Leuten die so negativ reagiert haben kannst du ihn mal zum Lesen geben, dann wissen sie wie du dich fühlst und dann sehen sie das sie die Lage falsch eingeschätzt haben. Schaue nachher gleich mal ob ich ihn noch wo finde und kopiere ihn hier rein und wenn du ihn willst schicke ich ich ihn dir zu.
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Bea*1970*
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Beitrag von Bea*1970* »

lilli 30 hat geschrieben:Hallo!

Eigendlich geht es mir wieder ganz gut.
Nebenwirkungen der Medis hab ich fast nicht. Kein Brustspannen, fast kein ziehen im Unterleib. ... Lt. meiner Ärztin aber kein Grund zur Beunruhigung. Sie meinte man muß nicht unbedingt was merken.
Das einzigste ist das mir hi und wieder übel ist. :wink:
Gestern Abend war es besonder schlimm! Wir haben Pizza gegessen. Eine gute dreiviertel Stunde später war mir super schlecht. Wollte dann die restliche Pizza wegräumen was einfach nicht ging. Durch den Geruch war mit soo übel das ich dachte ich muß mich jeden Moment :würg:
Selbst der Geruch meines Mannes, der die Pizza geholt hatte und demendsprechend nach Pizzabude roch war unerträglich!!! Mußte an die frische Luft und nach einer halben Stunde war alles vorbei!! :wink:
Vielleicht war es Zufall aber ein bischen verdächig fand ich es schon! .... :?:
Bis zu Test sind es ja nur noch ein paar Tage und ich bin eigendlich recht guter Dinge. ...

Fande den Bericht gestern sehr interresant. Finde das er Mut macht den Schritt zur Auslandsbehandlung zu wagen.
Hormonika, hat er Dir geholfen eine Endscheidung zu treffen??

Wünsche Euch allen noch einen schönen Abend!!
Viele Grüße!! :knuddel:

Lilli
*dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd* *dd*

für mich hört sich das Ganz auch danach an als würdest du bald so durch die Gegend laufen dürfen: Bild Möchtest du vorab einen SST - Test machen???? Bin schon mächtig gespannt, aber die Anzeigen deuten auf ein dickes positiv. Freue mich schon jetzt mit euch! Juhu.
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Bea*1970*
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Beitrag von Bea*1970* »

Christiane77 hat geschrieben:Hi Mädels,

komme jetzt gerade erst nach Hause :( War beim Allergologen wegen meiner chronischen Nesselsucht (Lebensmittelallergie). Ich habe diese schon sehr lange und versuche immer wieder etwas dagegen zu unternehmen.

Der Arzt wird mich jetzt auf eine krasse Diät setzen. Nein, ich habe überhaupt kein Übergewicht, es soll genau herausgefunden werden, auf welche Lebensmittel ich mit Juckreiz reagiere.

Die Diät fängt folgendermaßen an:

1 Woche nur Reis und Kartoffel und Wasser und ungesüßten schwarzen Tee

das ist alles!!!! Kein Brot, kein Gemüse, kein Fleisch etc.

Wenn ich das eine Woche ohne Juckreiz durchstehe, darf ich dann nach und nach jeden Tag ein Lebensmittel dazu nehmen.

Naja, davon bekomme ich bestimmt (weil zucker und fettfrei) meine perfekte Bikinifigur für den Urlaub :wink: Das stehe ich schon durch, bin ja hart im nehmen.

So, das musste ich euch einfach schreiben, bin gerade etwas geschockt und auch genervt.

Gestern haben wir ja auch noch das Blut- und Spermiogrammergebnis vom Andrologen bekommen.

Hormonwerte ok.

Was das Spermiogramm angeht wie erwartet nicht gut. Aber etwas im Ergebnis macht auch Mut. Also von vorne:

Wesentlich weniger als 1 Mio. Spermies, schnell 0%, langsam 3%, lokal motil (bewegen sich auf der Stelle) 6%, immotil 41%.

Kopfdefekte 49%, Mittelstückdefekte 8%, Schwanzdefekte 13% und das etwas Positive= Normalformen 1%

Akrosomstörung I./II. Grades etc.

Könnt ihr mir helfen das Spermiogramm genauer zu deuten?

Auf jeden Fall beginnt mein Mann jetzt eine Therapie um die Spermies für die ICSI zu optimieren. Er nimmt bald drei Monate lang Tamoxifen und Testocaps.

Kennt ihr diese?

Danach erneutes Spermiogramm.

Ich finde es aufbauend, dass eine Therapie versucht wird, und dass wenigstens 1% der Spermies normal geform waren, wenn auch nicht besonders beweglich (muss ja für ICSI auch nicht unbedingt sein).

Was meint ihr?

Ich hoffe, ich habe euch nicht total verwirrt!

@all
Schön dass es euch gibt :knuddel: :knuddel: :knuddel:

Liebe Grüße :)
Christiane
Kenne die Medis nicht, aber frag mal in dem anderen Ordner (wir lassen uns nicht unterkriegen nach) meine Mellas und Moki-Hopis Männer haben auch schon solche Medis zur Unterstützung genommen. Bin mir aber nicht sicher. Ansonsten kann ich dir leider nicht viel dazu sagen, aber ich denke mal es ist ein Versuch wert. Außerdem, wie du schon sagst, besonders beweglich muss das Sperma ja nicht sein und ein einziges das wohl genährt ist reicht ja eigentlich auch schon aus um ein Kindchen in die Welt zu setzen, also nicht zurück schauen, sondern nach vorne gucken.
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Bea*1970*
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Beitrag von Bea*1970* »

So,
bin euch ja noch schuldig was beim Logopäden rausgekommen ist:

Also,
die "Therapeutin" ist nee ganz liebe. Vanessa hat sie auch gefallen, was für mich natürlich mit das Wichtigste ist. In der ersten Stunde wurde noch nicht viel gemacht d.h. Vanessa durfte ein Bild malen und hinterher hat sie dann ein bissel mit ihr geredet. Nicht viel, aber genügend um sich ein Bild zu machen. Ich wurde in der ersten Stunde mehr gefördert, mein Hirn dampfte - die wollte ganz viel von mir wissen.

Nach Ende der Stunde bekam ich dann auch gleich eine Diagnose gestellt. Aufgrund Vanessas Vorgeschichte und ihrem jetzigen Sprachstand kann man sagen das sie nicht faul ist, das sie nicht unbewusst Silben weg lässt, sondern das sie es einfach nicht kann. Sie hat ein Problem mit der Zunge - lingualistisches Problem - oder so nennt man das. Zu 95 % eine Folge von ihren großen Polypen d.h. dadurch das die Polypen schon längere Zeit, unbemerkt, vor sich hinwucherten hat sie nachts immer mit offenem Mund geschlafen (was stimmt) und auch am Tag öfters mal den Mund offen (was auch stimmt) und dadurch sind dann diese Probleme mit dem Sprechen entstanden d.h. bei bestimmten Silben reagiert die Zunge und der Mund wohl anders wie es sein soll und deshalb bleiben die Silben einfach weg.

Therapierbar ist das Ganze, sie muß nun die Sachen lernen die andere Kinder in Babyjahren lernen d.h. die Zunge kriegt "Turnstunden" und der "Mund" muß auch "Turnübungen" machen so z.B. muß sie mit der Zunge schnalzen lernen (den Blobb-Ton - weiss nicht wie ich das sonst beschreiben soll), sie muß Luftballons aufpusten, sie muß komische Geräusche mit den Lippen machen und und und. Ist wohl nee reine Übungssache, aber wenn sie gut mitmacht, zu Hause übt dann ist es nichts was nicht in den Griff zu kriegen ist.

Nun schauen wir mal wie das weiter geht.

Tja so isses.

und nun schaue ich mal noch kurz nach dem Brief an die Freundin. Melde mich dann später nochmals. Gruß Bea
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Bea*1970*
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Beitrag von Bea*1970* »

Harmonie, bin fündig geworden - lies es mal durch und dann kannste ja entscheiden ob du den Brief an die weitergibst die so wenig Verständnis für euch aufgebracht haben oder nicht. Ich finde es ist super gut geschrieben und regt auch die nicht betroffenen ein bissel zum Nachdenken an. :knuddel:



Über ______ ´s unerfüllten Kinderwunsch


______ weiß, dass Du Sie liebst und ihr wünschst, dass sie glücklich ist. Aber in letzter Zeit scheint sie isoliert, deprimiert und besessen von ihrem Wunsch nach einem Kind.

Es ist wahrscheinlich nicht einfach für Dich zu verstehen, warum der Wunsch schwanger zu werden in alle Bereiche ihres täglichen Lebens hineinwirkt. ______ hofft, dass Du durch diesen Brief besser verstehst welchen Schmerz sie fühlt. Hier erfährst Du auch wie Du ihr helfen kannst.



Einige Fakten über Unfruchtbarkeit:

Es wird Dich überraschen, dass jede sechste Frau mit Kinderwunsch nicht schwanger wird. Für diese düstere Statistik gibt es viele mögliche Ursachen: Verschlossene Eileiter, Erkrankung der Eierstöcke, hormonelles Ungleichgewicht, schlechte Spermienqualität oder zu geringer Spermienanzahl des Ehemannes sind nur einige davon. Mit über 35 Jahren wird es für eine Frau zusätzlich schwierig schwanger zu werden, da viele ihrer verbliebene Eier nicht mehr für eine Befruchtung geeignet sind.

Dies sind alles physische oder physiologische Hinderungsgründe für eine Schwangerschaft – es sind keine psychologischen! Eileiter verschließen sich nicht, weil eine Frau „ sich zu sehr mit dem Kinderwunsch beschäftigt“ . Antikörper, die Sperma abtöten, werden nicht verschwinden, nur weil einen Frau sich mehr ausruht. Und ein Mann kann seine Spermienqualität nicht dadurch verbessern, dass er optimistischer und gelassener wird.



Gut gemeinte Ratschläge:

Wenn jemand den wir mögen ein Problem hat, ist es normal, dass wir versuchen ihm zu helfen. Wenn nicht wirkliche Hilfe gegeben werden kann, versuchen wir gute Ratschläge zu geben. Häufig erzählen wir dabei von persönlichen Erfahrungen oder geben Anekdoten aus dem Bekanntenkreis wieder. Vielleicht kennst auch Du ein Paar, das Schwierigkeiten hatte schwanger zu werden, bis es während eines erholsamen Urlaubs auf einer schönen Insel unverhofft klappte? Also schlägst Du vor, dass ______ und ihr Mann auch einen Urlaub machen sollen.

______ schätzt Deine Ratschläge, aber sie nützen ihr wegen der physischen Natur der Gründe für ihr Problem nichts. Sie kann Deine Ratschläge nicht nur nicht nutzen, solche Ratschläge bringen sie völlig aus der Fassung. Tatsächlich wird sie regelmäßig überschwemmt mit solchen Ratschlägen. Stell Dir bitte vor, wir frustrierend es für sie sein muss zu hören, dass andere Paar auf „magische“ Art schwanger wurden, nur dadurch das sie sich im Urlaub liebten. Für ______, die eine belastende Kinderwunschbehandlung durchmacht, hat „Liebe machen“ und die Empfängnis eines Kindes sehr wenig miteinander zu tun – das war früher anders. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr sie versucht ein Kind zu bekommen und wie zerstörerisch es für sie ist, jeden Monat zu erfahren, dass es nicht funktioniert hat. Dein gut gemeinter Rat ist der Versuch, eine extrem komplizierte und missliche Lage in ein einfaches kleines Problem zu verwandeln. Durch die Verharmlosung ihres Problems auf diese Art, zweifelst Du an der Werthaltigkeit ihrer Gefühle; sie fühlt sich nur noch wertloser, ihre Selbstzweifel werden mehr. Unter diesen Umständen ist es natürlich kein Wunder, dass sie ärgerlich und abweisend auf dich reagiert.

Die Wahrheit ist: Es gibt nichts konkretes, das Du für ______ tun kannst. Die beste Hilfe ist, verständig und unterstützend zu sein. Es ist einfacher unterstützend zu sein wenn Du verstehst, welch verheerender Schlag es sein kann, unfähig zu sein ein Kind zu gekommen.



Warum ist es so schlimm kinderlos zu sein?

Frauen wachsen mit der Erwartung auf, dass sie eines Tages ein Kind haben werden. Sie machen sich Gedanken über sich in der künftigen Mutterrolle seit sie mit Pupen gespielt haben. Es kann sogar sein, dass eine Frau sich solange nichts als vollständiger Teil der Gesellschaft fühlt, bis sie schwanger ist. Wenn ______ daran denkt, dass sie kein Kind haben kann, so fühlt sie sich wie „ ein defektes Werkzeug“. Kein Kind zu haben ist buchstäblich eine Angelegenheit von Leben und Tod. In der Bibel ist Rachel unfruchtbar. Sie sagte zu Jakob: „ Gib mir Kinder oder ich werde sterben ... „ (Genesis 30,1) . Manche interpretieren dies so, dass Eine ohne Kinder praktisch tot sei. So stark sind die Gefühle, die mit Unfruchtbarkeit verbunden sind, dass die Person sich wie tot , zumindest wert – und nutzlos fühlt. Schlimmer noch, ______ ist nicht wirklich sicher, dass sie niemals Kinder haben wird. Das grausamste jedoch was man jemanden antun kann ist es, Hoffnung zu wecken, ohne dass diese sich erfüllt. Die moderne Reproduktionsmedizin ist so ein zweischneidiges Schwert. Sie verspricht Hoffnung wo vorher keine war – aber es ist nur ein Hoffnungsschimmer.

Was kann die moderne Medizin unfruchtbaren Frauen anbieten?

Im letzten Jahrzehnt hat die Reproduktionsmedizin großartige Fortschritte gemacht, sodass Frauen, die in der Vergangenheit niemals Kinder gehabt hätten, jetzt schwanger werden können. Der Einsatz von Hormon-Medikamenten kann die Anzahl und Größe der Eier, die eine Frau produziert, steigern und steigert so auch die Chancen auf eine Befruchtung. Bei der „ in vitro Fertilisaton“-Technik (IVF) wird der Frau ein Ei operativ entnommen und im Reagenzglas mit dem männlichen Sperma zusammengebracht, wo es zu einem natürlichen Befruchtungsvorgang kommt. Der Embryo wird dann nach wenigen Tagen zurück in die Gebärmutter der Frau transferiert. Es gibt noch viele weitere Operationen. Trotz der Hoffnung die diese Technologien bietet, ist es hart diesen Weg zu gehen. Manche high-tech-Prozeduren werden nur an wenigen Orten angeboten, die ______ dazu zwingen regelmäßig weite Wege zu fahren. Auch wenn die Behandlung vor Ort möglich ist müssen wiederholte Arztbesuche, tägliche Spritzen, veränderte Arbeitszeiten um die verschiedenen Prozeduren zeitlich unterzubringen, ausgehalten werden. Schließlich müssen beträchtliche finanzielle Summen ausgegeben werden. Geld, das häufig, aber nicht immer, von der Krankenversicherung erstattet wird. All diesem ist eine ganze Anzahl von diagnostischen Untersuchungen vorangegangen, die beschämend, weil sich intim und schmerzhaft zugleich sein können.

Unfruchtbarkeit ist eine sehr intimes, persönliches medizinisches Problem, eines das ______ möglicherweise nicht mit ihrem Arbeitgeber diskutieren will. So muss sie immer neue Ausreden und Termine erfinden wenn ihr Behandlungsplan mit ihrer Arbeitszeit kollidiert. Gleichzeitig wendet sie beträchtliche Zeit und Energie auf, um Anträge und andere Unterlagen für die Krankenkasse zusammenzustellen.

Nach jedem medizinischen Versuch schwanger zu werden, muss _____ das Warteschleifenspiel spielen. Dabei wechseln sich Phasen voller Optimismus mit verzweifeltem Pessimissmus ab. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt über zwei Wochen hinweg. Sie weiß nicht, ob ihre geschwollenen Brüste ein Schwangerschaftszeichen oder ein Nebeneffekt der Medikamente sind. Wenn sie eine Spur von Blut auf ihrer Unterwäsche findet, weiß sie nicht, ob gerade der Embryo einnistet oder ihre Periode beginnt. Wenn sie nach einer IVF-Prozedur nicht schwanger ist, kann es sein, sie fühlt sich wie nach einer Fehlgeburt. Sie sorgt sich um ein Leben, das noch gar nicht existiert, aber in ihren Gedanken schon vorhanden ist und muss dessen Verlust erleben.

Während sie versucht mit dem Tumult der Gefühle fertig zu werden, wird sie zu einer Baby-Party oder Taufe eingeladen. Sie erfährt, dass eine Freundin oder Kollegin schwanger ist oder sie liest, dass ein Ein-Tage-altes-Baby in einem Mülleimer gefunden wurde. Kannst du dir ihren Neid und ihre Wut über die Ungerechtigkeit des Lebens vorstellen? Da die Unfruchtbarkeit nahezu jede Facette ihres Lebens durchdringt ist es ein Wunder, dass sie an ihrem unerfüllten Kinderwunsch nicht zerbricht.

Jeden Monat fragt sich ______ ob dies endlich IHR Monat sein wird. Wenn nicht , so versammelt sie ihre gesamte Energie, sofern sie noch genug hat, um es noch mal zu versuchen. Kann sie sich einen neuen Versuch leisten?

Wenn Du mit ______ spricht, versuche Dich in die Belastungen die auf ihren Gedanken und auf ihrem Herzen liegen einzufühlen. Sie weiß, dass Du Dich um sie sorgst und eventuell benötigt sie das Gespräch mit Dir über ihre schwere Prüfung. Aber sie weiß auch, dass es nichts gibt, das Du sagen könntest um sie schwanger werden zu lassen und sie fürchtet sich, dass Du ihr eine Vorschlag machst, der sie nur noch mehr verzweifeln lässt.



Was kannst du für ______ tun ?

Du kannst ihr Deine Unterstützung geben ohne sie für irgendeinen Schritt zu kritisieren, den sie unternimmt – z.B. die Ablehnung einer Partnerschaft für einen Neffen, um sich selbst vor einem emotionalem Trauma zu schützen. Du kannst ihr zum Beispiel dies sagen:

Ich sorge mich um Dich. Nachdem ich den Brief gelesen habe kann ich besser verstehen, wie schwer es für Dich sein muss. Ich wünschte, ich könnte helfen. Ich bin da um Dir zuzuhören und um mit Dir zu weinen , wenn Du weinen möchtest. Ich bin da um Dich aufzurichten wenn Du fühlst als gäbe es keine Hoffnung mehr. Du kannst mit mir reden. Ich interessiere mich für Dich.



Das allerwichtigste ist, nicht zu vergessen, dass ______ verwirrt und sehr beunruhigt ist. Höre was sie zu sagen hat, aber verurteile sie nicht. Verharmlose ihre Gefühle nicht. Versuche nicht vorzutäuschen, dass alles gut werden wird. Treib sie nicht in den Wahnsinn mit aussagen wie „ Was geschehen soll, wird geschehen“. Wenn dies wirklich der Fall wäre, wozu sollte sie dann noch mit medizinischen Mitteln versuchen etwas zu vollenden was der Natur nicht gelingt.

Deine Bereitschaft zuzuhören kann eine große Hilfe sein. Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch fühlen sich von anderen Menschen isoliert. Deine Fähigkeit zuzuhören uns sie zu unterstützen werden ihr helfen den Stress auszuhalten. Ihr unerfüllter Kinderwunsch ist eine der schwierigsten Situationen die sie je zu bewältigen haben wird.



Was soll werden?

Weil sie ungewollt kinderlos ist, ist das Leben extrem stressig für ______ . Sie gibt ihr bestes um damit fertig zu werden. Bitte versteh das. Manchmal ist sie depressiv. Manchmal ist sie ärgerlich. Manchmal ist sie körperlich und seelisch erschöpft.

Sie wird nie mehr die alte ______ sein, die sie versucht zu sein. Sie würde gerne viele Dinge nicht tun, die sie tut. Sie hat keine Ahnung ob und wann es überhaupt eine Lösung für ihr Problem gibt. Sie nimmt ein finanzielles und emotionales Wagnis auf sich – mit einer geringen Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Insgesamt sind nur 11 % aller Frauen die eine Kinderwunschbehandlung beginnen erfolgreich, indem sie ein Kind bekommen. Für Frauen über 40 sind die Chancen noch geringer. Jedoch, je länger sie aushalten um so höher werden die Chancen auf eine Schwangerschaft.

Vielleicht wird auch ______ eines Tages erfolgreich sein. Vielleicht wird sie es auch aufgeben und eine Adoption versuchen oder sie findet einen Weg ein erfülltes Leben ohne Kinder zu leben. Im Moment weiß sie nicht was kommen wird. Sie lebt von einem Tag zum nächsten. Sie weiß nicht, warum dies ihr Los ist, niemand weiß dies. Alles was sie weiß, ist die schreckliche Seelenqual, die sie jeden Tag erlebt.

Bitte kümmere dich um sie. Bitte geh sensibel mit ihrer Lebenssituation um. Gib ihr Deine Unterstützung – sie braucht sie – und sie wünscht sie sich.

Danke.
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lilli 30
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Beitrag von lilli 30 »

Hallo!

Bea, der Brief ist toll! Sehr bewegend ihn zu lesen. Hatte zum Ende hin tränen in den Augen. ...

Sag mal, sind denn die Polypen bei Vanny rausoperiert worden?
Gut das Ihr jetzt mit der Behandlung beginnt. Wird bestimmt viel bringen!

Christiane, zum SG kann ich nichts sagen. Kenne mich nicht gut genug aus. Schau doch mal im Medizinischen Bereich nach ob Du da INFOs bekommst.
Hab Dir auch schon was im GE-Ordner geschrieben.

Stevy, wir haben letztes Jahr unseren Behandlungsplan persönlich zur KK gebracht und direkt unterschreiben lassen. Würde es jedem Empfehlen! Geht viel schneller. Natürlich kann es auch sein das sie dann doch sagen das man die Unterlagen zur Bearbeitung da lassen soll, aber ein Versuch ist es wert. Letztlich brauchen sie ja nur einen Stempel zu setzen und zu unterschreiben. Es steht Euch ja eh zu. ....

Pickysally, wie war der Termin bei Dr. Teut? Erzähl doch mal. Interresiere mich sehr für Naturheilverfahren. Mein Mann und ich gehen auch außerhalb des KIWU zum Heilpraktiker und ich bin sehr überzeugt davon.
Meinen jetzigen Kryo-Versuch hab ich auch mit Akkupunktur unterstützt.

Hormonika, finde Eure Endscheidung richtig!

Noch zwei Tage bis zu meinem Test und ich hab ganz schön bammel!!!
Seit vorhin hab ich leichte Unterleibschmerzen. Hoffe nicht das es meine Mens ist!! :cry: :?:


Ich :knuddel: Euch!

Lilli
1. ICSI Okt. 05 Negativ
1. Kryo Jan. 06 Negativ
2. Kryo Apr. 06 Negativ
3. Kryo Juni 06 Negativ
2. ICSI Okt. 06 Negativ
3. ICSI in Östereich August `07 Negativ

Blutuntersuchung in Kiel---Immunisierung wird empfohlen
Termin: 21. Jan`08---Immunschutz für 1/2 Jahr

Kryo Mai `08--- SST: SCHWANGER!!!!
6+3: Das Herzchen schlägt!!
Am 18.12.08 ist unser Sonnenschein zur Welt gekommen

Adoptionsverfahren:
Infogespräch beim JA: Sept. `07
Bewerberunterlagen abgegeben: 17. Dez. `07
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Stevy
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Beitrag von Stevy »

Hallo,

@Bea.
Der Brief spricht einem ja wirklich aus der Seele...


Habe erfahren, dass meine Kollegin schwanger ist. Na super, das hat mir gerade noch gefehlt. Erst mal will man diesen Satz ja sowieso nicht hören und außerdem kommt dann über kurz oder lang wieder jede Menge Arbeit auf mich zu. Den Stress hätte ich mir auch lieber erspart. Das muss ich jetzt erst mal verdauen.

@Lilli
Drücke dir immer noch die Daumen! Melde dich wieder..

Stevy
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Bea*1970*
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Beitrag von Bea*1970* »

lilli 30 hat geschrieben:Hallo!

Bea, der Brief ist toll! Sehr bewegend ihn zu lesen. Hatte zum Ende hin tränen in den Augen. ...

Sag mal, sind denn die Polypen bei Vanny rausoperiert worden?
Gut das Ihr jetzt mit der Behandlung beginnt. Wird bestimmt viel bringen!

Christiane, zum SG kann ich nichts sagen. Kenne mich nicht gut genug aus. Schau doch mal im Medizinischen Bereich nach ob Du da INFOs bekommst.
Hab Dir auch schon was im GE-Ordner geschrieben.

Stevy, wir haben letztes Jahr unseren Behandlungsplan persönlich zur KK gebracht und direkt unterschreiben lassen. Würde es jedem Empfehlen! Geht viel schneller. Natürlich kann es auch sein das sie dann doch sagen das man die Unterlagen zur Bearbeitung da lassen soll, aber ein Versuch ist es wert. Letztlich brauchen sie ja nur einen Stempel zu setzen und zu unterschreiben. Es steht Euch ja eh zu. ....

Pickysally, wie war der Termin bei Dr. Teut? Erzähl doch mal. Interresiere mich sehr für Naturheilverfahren. Mein Mann und ich gehen auch außerhalb des KIWU zum Heilpraktiker und ich bin sehr überzeugt davon.
Meinen jetzigen Kryo-Versuch hab ich auch mit Akkupunktur unterstützt.

Hormonika, finde Eure Endscheidung richtig!

Noch zwei Tage bis zu meinem Test und ich hab ganz schön bammel!!!
Seit vorhin hab ich leichte Unterleibschmerzen. Hoffe nicht das es meine Mens ist!! :cry: :?:


Ich :knuddel: Euch!

Lilli
Hi Lilli,

Daumen sind weiterhin gedrückt und ich hoffe das es positiv für euch aus gehen wird.
Der Brief hat mich auch sehr bewegt als ich ihn zum ersten Mal gelesen habe. Er drückt genau das aus was in einem vor geht, für das man so vielleicht keine Worte findet und erklärt auch die Situ der kinderwunsch Paare sehr gut.
Vanessa bekam im Mai 2005 die Polypen raus operiert, war auch höchste Eisenbahn noch ein paar Wochen länger und sie hätte keine Luft mehr bekommen. Aufgrund dieser Tatsache denke ich das die Sprachprobleme mit Sicherheit damit zusammen hängen und das Ganze kein Bla Bla Bla ist.

Kopf hoch und auf das die längsten 2 Tage ganz schnell rum gehen werden.
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Bea*1970*
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Beitrag von Bea*1970* »

Stevy hat geschrieben:Hallo,

@Bea.
Der Brief spricht einem ja wirklich aus der Seele...


Habe erfahren, dass meine Kollegin schwanger ist. Na super, das hat mir gerade noch gefehlt. Erst mal will man diesen Satz ja sowieso nicht hören und außerdem kommt dann über kurz oder lang wieder jede Menge Arbeit auf mich zu. Den Stress hätte ich mir auch lieber erspart. Das muss ich jetzt erst mal verdauen.

@Lilli
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Stevy
Laß dich drücken Stevy, diese Momente machen mir auch immer noch sehr zu schaffen. Ist zwar jetzt wo wir unseren Sonnenschein haben besser geworden, aber es gibt immer noch Stiche und die Frage nach dem "Warum" tauchen auch immer noch auf. Wünsche dir Kraft und drücke die Daumen das du bald nachziehen darfst. :knuddel:
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pickysally
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Beitrag von pickysally »

Liebe Mädels,

kurz ein herzlicher Gruß zwischen Mittagessen und nächster Arbeitsrunde.

@Bea, Stevy: Das Problem, zwischen Freude und Neid hin und her zu schwanken, wenn eine Freundin oder Kollegin schwanger ist, kenne ich seit einigen Monaten nur zu gut. Habe mich sogar am Sonntag abend in einem Restaurant dabei ertappt, richtig neidisch (und traurig) auf ein Pärchen mit einem soo süßen kleinen Jungen zu gucken, die so richtig entspannt mit Freunden beim Wein saßen. Die demonstrierten so richtig (unbeabsichtigt natürlich): seht her, wir habens gepackt. Auch mit Kind kann man noch Paarsein und Freundeskreis genießen.
Bea, der Brief ist wirklich sehr schön und sehr eindringlich und drückt eigentlich so alles aus, was einem durch den Kopf geht und was man selber nur so schwer formulieren kann.

@Lilli: Mach' Dir mal nicht soo große Sorgen wg. der leichten Schmerzen (ist leicht gesagt, ich weiß...). Die Pizza-Übelkeit klingt so gut. War Dir noch mals übel? Drücke Dir weiterhin fest die Daumen und bin schon gespannt, was der Test sagt.
Dr. Teut ist ein sehr angenehmer Mensch, der allerdings klar sagte, daß er mir als Schulmediziner und Naturheilkundler mit meinen fast 40 nur bedingt dazu raten kann, es bei Homöopathie und Phytomitteln zu belassen. Er sagte wörtlich: "Ihnen läuft sonst die Zeit weg..." Tut natürlich nicht so gut das zu hören, wenn man die Uhr sowieso jeden Tag lauter ticken hört...
Sein Tipp: Natur und konventionelle KiWu-Therapie zu verknüpfen. Ich habe jetzt in der kommenden Woche einen längeren Termin zur Konstitutionsbestimmung (ist ja bei der Homöopathie immer sehr wichtig und das zeitaufwändigste). Danach gibt's dann meine "persönlichen" Globuli (die Zuckerkügelchen) und eventuell Mönchspfeffer.
Und dann wollen wir in meinem nächsten Zyklus eine IUI machen lassen.
Vorher muß mein Mann noch mal sein zweites SG machen lassen, das hoffentlich nicht schlechter als das vorherige ist. Denn das was ja schon "grenzwertig".
Sagte ich eigentlich schon, daß er mit seiner damaligen Freundin schon mal ein Kind gezeugt hat - und sich beide dagegen entschieden haben? Wobei wir wieder beim Thema Neid unmd Ungerechtigkeit wären... :oops:

Habt alle einen guten restlichen Tag mit hoffentlich entspannten Momenten
Pickysally
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