So, jetzt hab ich Mittagspause und eß grad lecker ein Brötchen mit Gorgonzola und (frischer) Feige und hab ein bißchen mehr Zeit als vorhin.
Anna, das tut mir soooooooooooooo leid für Dich! Da fehlen mir echt die tröstenden Worte. Das ist das schwierige am anonymen Internet, man kann halt nicht dabei sitzen und trösten und einfach zuhören, wenn Du weinst und fluchst und einfach nur traurig und wütend bist. Du sollst nur wissen, dass ich Dir so sehr von ganzem Herzen gegönnt hätte, dass es klappt und jetzt wirklich ehrlich traurig mit Dir bin, dass es wieder vorbei ist. Ich drück Dich
Ich bin mal wieder Wochenend-bedingt nicht so sehr zum Schreiben gekommen. Aber eins wollte ich nochmal erzählen, was mich am Freitag ganz schön traurig gemacht hat. Ich war mittags bei meiner Ma zum Essen und wir kamen (ja ja, irgendwie auch von mir gelenkt) mal wieder auf das Thema Kiwu. Ich weiß, dass sie wieso auch immer ein Problem hat darüber mit mir zu sprechen, obwohl wir sonst eigentlich keine verklemmte Beziehung haben. Oder zumindest dachte ich das, bis unser Problem begann. Letztes Jahr hat sie den Vogel abgeschossen, als sie drei Tage nachdem sie von meiner FG gehört hat, anrief um mich mit irgendwelchen Nachbarschaftsgeschichten udn sonstigen Nichtigkeiten vollzutexten. Nicht eine Frage danach, wie es mir geht. Das hab ich Ihr dann auch gesagt, wie sehr mich das veletzt. Und jetzt? Ich fang mit dem Thema Gesundheitsreform an und erzähl, dass das jetzt unser letzter Versuch sein könnte udn sie fängt an, mir was von einem Kind zu erzählen, das neulich bei meinem Bruder und meiner Schwägerin zu Besuch war. DAs ist ihre neuste Strategie im Umgang mit meinem Problem: Mir von anderer Leute Kinder zu erzählen. Ich meinte dann, ob sie sich vorstellen könne, dass mich das traurig macht, in so einer Situation so einen Themenwechsel von ihrer Seite vorgesetzt zu bekommen. Sah sie wohl irgendwie ein. Ich hab dann weiter (ganz vorsichtig, nicht aggressiv) angebracht, dass das wirklich eine entscheidende Lebenskrise ist, in der wir uns befinden, eine, mit der wir ganz gut umgehen, aber eben eine Krise. Wir (bzw. eher ich) kamen dann irgendwie weiter zum Thema Adoption und ich hab von unserem Plan B erzählt udn die ganze Zeit hab ich geredet und von ihr kam... nichts. Nur ein dümmliches (okay, ist wohl unfair, eher ein unsicheres) Grinsen. Und ich hab immernoch keine Ahnung, wie sie zu alledem steht. Ich kann besser damit umgehen, wenn jemand etwas kritisch hinterfragt, als wenn jemand garnichts sagt. Keine Zustimmung, keine Ablehnung... nichts.
Das macht mich wirklich sehr traurig und mein Verhältnis zu meiner Mutter hat zumindest von meiner Seite aus schon sehr darunter gelitten.
Aber wie soll ich damit umgehen? Ich war schon drauf und dran, Ihr einen Brief zu schreiben und da dann den Brief aus babystuebchen.de reinzutun (weiß nicht, ob Ihr den kennt). Oder soll ich mich damit abfinden, dass in unserer Familie alles so lange gut geht, wie es keine Probleme gibt? Das ist doch echt zum k... Vielleicht ist es einfach so, dass sich in solchen Krisen im Umgang miteinander noch einmal Verhältnisse verschieben. Meine Schwiemu z.B. zu der ich vorher kein sooooo tolles Verhältnis hatte, geht da ganz toll mit um und fragt auch schonmal, wie es uns geht. Und mein DAd (Eltern geschieden), dem solche Themen von Natur aus völlig unangenehm sind, hat gestern von sich aus gefragt, wie es denn nun aussieht, nur um uns dann mitzuteilen, dass wir im Falle eines Negativs für alles was da kommt (neuer Versuch oder Ado) auch eine finanzielle Lösung finden werden (wofür ich ihm mehr als dankbar bin, das hat echt entscheidend Druck weggenommen).
Ach Mädels, sorry, dass ich Euch mit meinem Problem vollsülze zumal Anna jetzt gerade ein viel entscheidenderes Problem hat. Aber vielleicht hat ja eine von Euch DIE entscheidende Idee, wie ich meine Mutter wachrütteln kann...
Erstmal liebe Grüße,
Chrissi