Umfrage ELTERN - Ergebnisse
Umfrage ELTERN - Ergebnisse
Hallo an alle Interessierten,
das Ergebnis der Befragung von ELTERN wurde am 11.1. in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Man kann sich die zugehörige Mappe von der Seite www.ELTERN.de herunterladen.
Leider gibt es in dem 42 Seiten umfassenden Dokument nicht einmal eine Erwähnung des Problems der ungewollten Kinderlosigkeit. Die Frage, warum Paare keine (weiteren) Kinder bekommen wurde auch mit ?Gründe für den Verzicht auf Kinder? betitelt. Da ungewollt Kinderlose ja nicht auf Kinder verzichten, gehören sie wohl nicht dazu ?
Ich bin sehr traurig darüber, daß es nicht ein einziges Schaubild gibt, das auch die ungewollte Kinderlosigkeit mit berücksichtigt.
Liebe Grüße, Rebella
Sehr geehrte ELTERN ? Redaktion,
mit Interesse habe ich Ihre pdf-Datei zu den Umfrageergebnissen, warum viele Deutsche keine (weiteren) Kinder bekommen gelesen. Sehr traurig bin ich darüber, daß in keinem der Schaubilder auch nur das Problem der ungewollten Kinderlosigkeit berücksichtigt wurde. Die Frage, warum Paare keine (weiteren) Kinder bekommen wurde auch mit ?Gründe für den Verzicht auf Kinder? betitelt. Da ungewollt Kinderlose ja nicht freiwillig auf Kinder verzichten, gehören sie wohl nicht dazu ?
Fakt ist jedoch, daß bisher jährlich etwa 40.000 Kinder nach einer assistierten Befruchtung geboren wurden und daß nahezu die Hälfte aller Paare, die auf diesem Weg versuchen, zu ihrem Wunschkind zu kommen, dauerhaft kinderlos bleibt. Das entspräche einem Anteil an der Gesamtzahl der geborenen Kinder von etwa 5,7%. Die (teilweise) Steichung der GKV Kostenübernahme für assistierte Befruchtungen seit dem 1.1.2004 führt zu jährlich 10.000 Kindern weniger. Einige Betroffene haben Ihnen auch Informationsmaterial dazu zur Verfügung gestellt. War es nicht wert, diesen Tatbestand zu erwähnen?
Ich bitte Sie dringend darum, dies noch nachträglich in alle Informationsmaterialien, die Sie zu dem Thema zur Verfügung stellen, mit einzuarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen, XXX
das Ergebnis der Befragung von ELTERN wurde am 11.1. in einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Man kann sich die zugehörige Mappe von der Seite www.ELTERN.de herunterladen.
Leider gibt es in dem 42 Seiten umfassenden Dokument nicht einmal eine Erwähnung des Problems der ungewollten Kinderlosigkeit. Die Frage, warum Paare keine (weiteren) Kinder bekommen wurde auch mit ?Gründe für den Verzicht auf Kinder? betitelt. Da ungewollt Kinderlose ja nicht auf Kinder verzichten, gehören sie wohl nicht dazu ?
Ich bin sehr traurig darüber, daß es nicht ein einziges Schaubild gibt, das auch die ungewollte Kinderlosigkeit mit berücksichtigt.
Liebe Grüße, Rebella
Sehr geehrte ELTERN ? Redaktion,
mit Interesse habe ich Ihre pdf-Datei zu den Umfrageergebnissen, warum viele Deutsche keine (weiteren) Kinder bekommen gelesen. Sehr traurig bin ich darüber, daß in keinem der Schaubilder auch nur das Problem der ungewollten Kinderlosigkeit berücksichtigt wurde. Die Frage, warum Paare keine (weiteren) Kinder bekommen wurde auch mit ?Gründe für den Verzicht auf Kinder? betitelt. Da ungewollt Kinderlose ja nicht freiwillig auf Kinder verzichten, gehören sie wohl nicht dazu ?
Fakt ist jedoch, daß bisher jährlich etwa 40.000 Kinder nach einer assistierten Befruchtung geboren wurden und daß nahezu die Hälfte aller Paare, die auf diesem Weg versuchen, zu ihrem Wunschkind zu kommen, dauerhaft kinderlos bleibt. Das entspräche einem Anteil an der Gesamtzahl der geborenen Kinder von etwa 5,7%. Die (teilweise) Steichung der GKV Kostenübernahme für assistierte Befruchtungen seit dem 1.1.2004 führt zu jährlich 10.000 Kindern weniger. Einige Betroffene haben Ihnen auch Informationsmaterial dazu zur Verfügung gestellt. War es nicht wert, diesen Tatbestand zu erwähnen?
Ich bitte Sie dringend darum, dies noch nachträglich in alle Informationsmaterialien, die Sie zu dem Thema zur Verfügung stellen, mit einzuarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen, XXX
Danke für die Beachtung
ohmann, sowas ist wirklich ärgerlich
zumahl die chefradakteurin erst getönt hat, sie würde das thema berücksichtigen:
http://www.klein-putz.net/forum/viewtopic.php?p=1025925
tja, worte sind schall und rauch
frustrierte grüsse von Sanne

http://www.klein-putz.net/forum/viewtopic.php?p=1025925
tja, worte sind schall und rauch

frustrierte grüsse von Sanne

*nevergiveup*
Hallo und guten Morgen,
zu dem Thema wollt ich auch mal meinen Senf abgeben!
Habe die Tage Sat1 geschaut, dort wurde das Thema bzgl. der Umfrage von "Eltern" erwähnt....allerdings leider ohne zu erwähnen, dass es auch Menschen wie uns gibt, die ungewollt kinderlos sind und in meinen Augen nicht ausreichend unterstützt werden....
Dann...die Bild-Zeitung! ...wenn es Euch nicht stört zitiere ich:
Kinderlose Paare haben Job-Angst
Berlin-In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Grüne: 40% der kinderlosen Frauen und Männer verzichten aus Unsicherheit über Ihre berufliche Zukunft auf Nachwuchs. 44% der Männer und Frauen fehlt der richtige Partner zur Familiengründung. Ein Drittel der Befragten möchte lieber unabhängig bleiben. (Forsa-Umfrage der Zeitschrift "Eltern")
Wir im Büro lesen die Bild als Frühstückscomic, aber in dem Moment blieb mir mein Brötchen fast im Hals stecken, dass ncith in einem Wort etwas über ungewollt kinderlose erwähnt wurde!
Naja, ....wollte das mal loswerden!
Wünsche Euch einen schönen Tag und Danke, dass Ihr Euch bezüglich diesem Thema so bemüht! Danke an Rebella...hoffe, die Redaktion macht sich nun auch die Mühe!
LG, Dali
zu dem Thema wollt ich auch mal meinen Senf abgeben!
Habe die Tage Sat1 geschaut, dort wurde das Thema bzgl. der Umfrage von "Eltern" erwähnt....allerdings leider ohne zu erwähnen, dass es auch Menschen wie uns gibt, die ungewollt kinderlos sind und in meinen Augen nicht ausreichend unterstützt werden....
Dann...die Bild-Zeitung! ...wenn es Euch nicht stört zitiere ich:
Kinderlose Paare haben Job-Angst
Berlin-In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Grüne: 40% der kinderlosen Frauen und Männer verzichten aus Unsicherheit über Ihre berufliche Zukunft auf Nachwuchs. 44% der Männer und Frauen fehlt der richtige Partner zur Familiengründung. Ein Drittel der Befragten möchte lieber unabhängig bleiben. (Forsa-Umfrage der Zeitschrift "Eltern")
Wir im Büro lesen die Bild als Frühstückscomic, aber in dem Moment blieb mir mein Brötchen fast im Hals stecken, dass ncith in einem Wort etwas über ungewollt kinderlose erwähnt wurde!
Naja, ....wollte das mal loswerden!
Wünsche Euch einen schönen Tag und Danke, dass Ihr Euch bezüglich diesem Thema so bemüht! Danke an Rebella...hoffe, die Redaktion macht sich nun auch die Mühe!

LG, Dali
Na hier kommen wir etwas besser weg - da hat immerhin jemand bemerkt, daß es ungewollt Kinderlose gibt:
http://www.welt.de/data/2005/01/13/387515.html?s=1
kleine persönliche Anmerkung:
Es ist derzeit in Deutschland nicht "politisch korrekt" auf seine ungewollte Kinderlosigkeit hinzuweisen, sowas wie damit zusammenhängenden Leidensdruck auch nur zu erwähnen, oder sogar die vermessene Forderung nach Rückkehr zu einer besseren Finanzierungs- und Diagnosepraxis der Störungen, die zu ungewollter Kinderlosigkeit führen, zu fordern.
Wir werden staatlich angehalten uns mit der Situation abzufinden, nicht dagegen aufzubegehren (ist billiger für die Sozialkassen und entzieht uns nicht dem Arbeitsleben), sondern ungewollte Kinderlosigkeit zu akzeptieren....als gäbe es keine "Heilung". Mir drängt sich hier immer die Frage auf, mit wie vielen Patienten-Gruppen man auch so verfährt ("Klappe halten und heimlich leiden, bitte...is billiger!")...u.U. haben diese Menschen noch weniger "Glück" als wir, den deren Leiden könnten terminal sein.
Meiner Meinung nach liegt eine Verbesserung unserer Situation auch in der Ausschöpfung aller Möglichkeiten der Diagnostik für die genauen Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit - ließen sich viele Versuche bis zum Erfolg oder Mißerfolg durch gezielte Diagnostik unter angemessene therapeutischen Rahmenbedingungen veringern, würden 2 Ziele erfüllt: ein kürzerer Leidensweg bis zum Erfolg und der wesentlich vereinfachte Nachweis, daß die Störungen in der Tat krankhaft sind und daher der solidarischen Unterstützung der Sozialkassen bedürfen. Zusätzlich liegen auch individuelle Vorteile in vielen Diffenetialdiagnostischen Formen der Ursachenfindung - es ist für Frauen schon relevant zu wissen, ob sie z.B. wegen einer Störung der Blutgerinnung eine verkürzte Lebenserwartung wegen deutlich gesteigerter, genetisch bedingter Thromboseanfälligkeit haben.....aber auch das scheint als weitverbreitete Erkenntnis nicht staatlich gewollt zu sein. Ist Behandlung denn nicht auch lukrativer als Prävention?
Ovaria
http://www.welt.de/data/2005/01/13/387515.html?s=1
kleine persönliche Anmerkung:
Es ist derzeit in Deutschland nicht "politisch korrekt" auf seine ungewollte Kinderlosigkeit hinzuweisen, sowas wie damit zusammenhängenden Leidensdruck auch nur zu erwähnen, oder sogar die vermessene Forderung nach Rückkehr zu einer besseren Finanzierungs- und Diagnosepraxis der Störungen, die zu ungewollter Kinderlosigkeit führen, zu fordern.
Wir werden staatlich angehalten uns mit der Situation abzufinden, nicht dagegen aufzubegehren (ist billiger für die Sozialkassen und entzieht uns nicht dem Arbeitsleben), sondern ungewollte Kinderlosigkeit zu akzeptieren....als gäbe es keine "Heilung". Mir drängt sich hier immer die Frage auf, mit wie vielen Patienten-Gruppen man auch so verfährt ("Klappe halten und heimlich leiden, bitte...is billiger!")...u.U. haben diese Menschen noch weniger "Glück" als wir, den deren Leiden könnten terminal sein.
Meiner Meinung nach liegt eine Verbesserung unserer Situation auch in der Ausschöpfung aller Möglichkeiten der Diagnostik für die genauen Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit - ließen sich viele Versuche bis zum Erfolg oder Mißerfolg durch gezielte Diagnostik unter angemessene therapeutischen Rahmenbedingungen veringern, würden 2 Ziele erfüllt: ein kürzerer Leidensweg bis zum Erfolg und der wesentlich vereinfachte Nachweis, daß die Störungen in der Tat krankhaft sind und daher der solidarischen Unterstützung der Sozialkassen bedürfen. Zusätzlich liegen auch individuelle Vorteile in vielen Diffenetialdiagnostischen Formen der Ursachenfindung - es ist für Frauen schon relevant zu wissen, ob sie z.B. wegen einer Störung der Blutgerinnung eine verkürzte Lebenserwartung wegen deutlich gesteigerter, genetisch bedingter Thromboseanfälligkeit haben.....aber auch das scheint als weitverbreitete Erkenntnis nicht staatlich gewollt zu sein. Ist Behandlung denn nicht auch lukrativer als Prävention?
Ovaria
"All animals are equal, but some animals are more equal than others."
G. Orwell, Animal Farm
G. Orwell, Animal Farm
Hallo,
bei uns war gestern auch die Schlagzeile im Hamburger Abendblatt (www.Hamburger-Abendblatt.de) dort wurde die ungewollte Kinderlosigkeit auch nicht erwähnt. Ist mir auch sofort aufgefallen und hat mich sehr geärgert, zumal doch so viele von uns an der Umfrage teilgenommen haben.
Viele Grüße,
bei uns war gestern auch die Schlagzeile im Hamburger Abendblatt (www.Hamburger-Abendblatt.de) dort wurde die ungewollte Kinderlosigkeit auch nicht erwähnt. Ist mir auch sofort aufgefallen und hat mich sehr geärgert, zumal doch so viele von uns an der Umfrage teilgenommen haben.
Viele Grüße,
<a href="http://www.wunschkinder.net">
<img src="http://www.wunschkinder.net/forum/ticke ... 55/0/0.png" border="0"></img></a>

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- Rang3
- Beiträge: 2015
- Registriert: 18 Jan 2003 13:05
Ich möchte zur Ergänzung hinzufügen, daß im Märzheft von ELTERN über das Thema berichtet werden soll. wenn ich mich recht erinnere, werden es zwei Seiten. ich habe ja auch mit der Journalistin telefoniert.
Aber trozdem ärgert es mich, daß es damit abgetan sein soll. Es wäre gerade wichtig gewesen, gerade in diversen Medienberichten zu dem Thema auch mit dabei zu sein.
Ovaria, natürlich gebe ich Dir recht, daß in der Behandlung noch sehr viel optimiert werden könnte. Auch wundere ich mich zur Zeit sehr, daß sehr vielversprechende Lösungsansätze, zu denen es erste Studien gibt, in Deutschland überhaupt kein Thema sind. Siehe dazu unter "Chancen und Risiken ...". Aber das ist ja hier ein anderes Thema ....
Gruß, Rebella
Aber trozdem ärgert es mich, daß es damit abgetan sein soll. Es wäre gerade wichtig gewesen, gerade in diversen Medienberichten zu dem Thema auch mit dabei zu sein.
Ovaria, natürlich gebe ich Dir recht, daß in der Behandlung noch sehr viel optimiert werden könnte. Auch wundere ich mich zur Zeit sehr, daß sehr vielversprechende Lösungsansätze, zu denen es erste Studien gibt, in Deutschland überhaupt kein Thema sind. Siehe dazu unter "Chancen und Risiken ...". Aber das ist ja hier ein anderes Thema ....
Gruß, Rebella
Liebe Grüße, Rebella
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wir könnten im eltern-forum einen thread aufmachen und uns darüber beklagen. genau so, wie wir es hier geschrieben haben. ich mach einfach mal den anfang: http://www.eltern.de/forum/showthreaded ... o=0&fpart=
lg Sanne
lg Sanne

*nevergiveup*
Schön auch, daß wir in der ?Welt? trotzdem Erwähnung gefunden haben.
Ich hoffe allerdings, daß die teilweise dürftig publizierten Daten in den Original-Studien etwas präziser sind. Was nützt dem Familienministerium die Erkenntnis, 44% der Befragten haben nicht den geeigneten Partner. Es wurden Personen im Alter von 18 ? 49 Jahren befragt. Es gibt keine Angabe dazu, ob die Personen über die Altersgruppen gleich verteilt sind und wie hoch der Anteil von Männern und Frauen war. Außerdem geht hieraus nicht hervor, ob es eine Doppeltnennung mit einem anderen Grund, keine Kinder zu bekommen, gibt. Mich würde in einem solchen Zusammenhang eher interessieren, wie viel Prozent davon bis zum Alter von 25, 30, 35 und 40 immer noch keinen geeigneten Partner hatten und die dann in dem Fall auch die Realisierung eines Kinderwunsches angegangen wären. So wie jetzt finde ich solche Angaben ziemlich wenig aussagekräftig. Allerdings glaube ich schon, daß es sich auch lohnt, gesellschaftspolitisch etwas dafür zu tun, daß solche Personen mehr Gelegenheiten haben, den passenden Partner kennen zu lernen. Oder eben dafür, daß uns die Fähigkeit, in einer Gemeinschaft zu leben, nicht zunehmend verloren geht. ?
Ich hoffe allerdings, daß die teilweise dürftig publizierten Daten in den Original-Studien etwas präziser sind. Was nützt dem Familienministerium die Erkenntnis, 44% der Befragten haben nicht den geeigneten Partner. Es wurden Personen im Alter von 18 ? 49 Jahren befragt. Es gibt keine Angabe dazu, ob die Personen über die Altersgruppen gleich verteilt sind und wie hoch der Anteil von Männern und Frauen war. Außerdem geht hieraus nicht hervor, ob es eine Doppeltnennung mit einem anderen Grund, keine Kinder zu bekommen, gibt. Mich würde in einem solchen Zusammenhang eher interessieren, wie viel Prozent davon bis zum Alter von 25, 30, 35 und 40 immer noch keinen geeigneten Partner hatten und die dann in dem Fall auch die Realisierung eines Kinderwunsches angegangen wären. So wie jetzt finde ich solche Angaben ziemlich wenig aussagekräftig. Allerdings glaube ich schon, daß es sich auch lohnt, gesellschaftspolitisch etwas dafür zu tun, daß solche Personen mehr Gelegenheiten haben, den passenden Partner kennen zu lernen. Oder eben dafür, daß uns die Fähigkeit, in einer Gemeinschaft zu leben, nicht zunehmend verloren geht. ?
Liebe Grüße, Rebella
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