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sala
Rang0



Anmeldungsdatum: 01.05.2019
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 01 Mai 2019 20:28 Beitrag speichern    Titel: Weitere Untersuchungen der Embryonen sinnvoll? Antworten mit Zitat

Guten Tag,
bei mir wurde eine IVF durchgeführt und es wurden 30 Eizellen gewonnen. Davon konnten 22 befruchtet werden. Mittlerweile haben wir 3 Kryos durchgeführt, jeweils mit zwei BBB-Blastozysten (Ein Frischtransfer wurde nicht durchgeführt, da die Gefahr der Überstimulation bestand). Laut Ärztin sind die Embryonen in einer guten Qualität und die Entwicklung von PN zur Blastozyste lag in den Versuchen jeweils bei 30-50%.

Könnte es gewinnbringend sein, die Blastozysten weitergehend zu untersuchen? Ich habe von Methoden wie PID, PKD und PGS gelesen.

Über eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.
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sonjazeitler
Rang1



Anmeldungsdatum: 01.05.2012
Beiträge: 826
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04 Mai 2019 11:26 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

die Diagnostikmethoden PID, PKD, PGS liefern zusätzliche Informationen
zu den Chromosomen-Eigenschaften der EZ bzw. Embryonen.
In ihrem Fall waren die Befruchtungs- und Entwicklungsergebnisse
so gut, dass (nach 3x ET von BB-BCs) diese Methoden noch nicht empfohlen werden, da keine Indikation vorliegt.
Die Eigenschaften des Embryonen sind die eine Voraussetzung für eine SS,
die Eigenschaften der GSH bestimmen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit für eine Einnistung.
Möglicherweise ist das Einnistungsfenster verschoben, dies kommt in ca 25 % der
Fälle mit wiederholtem Implantationsversagen vor. Mit em ERA-Test kann festgestellt werden,
wie viele Tage nach dem Eisprung die Bedingungen der GSH optimal
für die Einnistung eines Tag5-Embryos sind. Liegt eine Verschiebung vor
und wird diese beim nächsten ET berücksichtigt, sind dadurch die SR deutlich erhöht
worden.

Alles Gute
Sonja Zeitler
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sala
Rang0



Anmeldungsdatum: 01.05.2019
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 05 Mai 2019 18:00 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

besten Dank für die ausführliche Rückmeldung.
Zur Ergänzung: ich bin 2017 auf natürlichem Wege 2 x schwanger geworden, allerdings endeten beide mit frühen Fehlgeburten (natürliche Abgänge 5. und 8 SSW). Würden denn Ihrer Ansicht nach die Fehlgeburten eine weitere Überprüfung der Embryonen nahelegen oder ergibt sich daraus auch nicht zwingend eine Indikation? Das Abortmaterial konnte damals nicht untersucht werden.

Der ERA-Test ist für den laufenden Zyklus angedacht.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
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sonjazeitler
Rang1



Anmeldungsdatum: 01.05.2012
Beiträge: 826
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 12 Mai 2019 12:11 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nach 2 Aborten liegt es nahe, sich über den Chromosomenstatus
der Embryonen Gedanken zu machen.
Die erste Stufe wäre die humangenetische Untersuchung und Beratung der Eltern,
die jedem Paar mit Kinderwunsch gesetzlich zusteht.
Die zweite Stufe, Untersuchung der EZ/Embryonen, sollte je nach Ergebnis
ausführlich besprochen werden.
In Fällen, in denen z.B. eine Translokation festgestellt wird, kann eine PKD/PID
sehr hilfreich sein.
Liegen keine Auffälligkeiten vor, sollte der Einfluss anderer Faktoren
wie Alter, GSH, Lebensgewohnheiten... abgewogen werden, um die Anzahl der Aborte
einordnen zu können.

Alles Gute
Sonja Zeitler
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