Medienkampagne auch Regional?

Aktionen, (Leser-) Briefe, TV-Beiträge als Downloads, etc.
Andreas
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Beitrag von Andreas »

Hi miteinander,

@ Mondschaf: ich freue mich, daß wir uns verständigt haben. :-)

@ all: für den Bericht im Hessen-TV sind meines Wissens zwei Paare im Gespräch, bei denen die Frauen < 30 sind. Zumindest das Altersvorurteil sticht da nicht.

Viele Grüße. Andreas
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Dispoman
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Beitrag von Dispoman »

hallo,

wir sind zwar erst anfang dreißig, aber für manche leute zählen wir halt auch als alt und schon reichlich spät dran mit kinder kriegen. aber auch wir habe uns erst vor 5 jahren kennen gelernt und vor 3 jahren geheiratet.... :knuddel:
...nicht wegen dem beruf, sondern weil wir uns da erst kennen gelernt haben und meine frau schon eine erste, unglückliche ehe hinter sich hat. :x
deswegen fühlen wir uns trotzdem nicht alt und werden weiterhin unser glück mit icsi versuchen....nur ins fernsehen trauen wir uns nicht. :oops:
Gruß Dispoman 8)
JBB
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Beitrag von JBB »

Liebes Mondschäfchen,

danke für Deine lieben Zeilen. Ich hatte mich etwas zurückgezogen, weil mir das alles so an die Nieren geht und es kein anderes Thema in der Familie mehr gab.

Aber ich bin weiterhin aktiv im Kampf, auch wenn ich hier nicht mehr so viel und regelmässig poste!

Ich kenne da noch jemanden, der sich etwas zurückziehen wollte :lol: !

Liebe Grüße von Bea
Liebe Grüße
Bea

mit zwei erwachsenen ICSI Kindern
Tina2210
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Beitrag von Tina2210 »

Hallo Andreas,

habe schon einiges von Dir gelesen und es freut mich sehr, dass Du mich ein wenig unterstützt beim auswählen der richtigen Themen für einen Artikel.
Danke für die nette und schnelle Antwort.
Habe heute wieder einige Unterschriften gesammelt und es freut mich zu lesen, dass der geplante Termin, zur entgültigen verabschiedung des Gesetzes, warscheinlich erst im September stattfinden soll. Dann haben wir ja noch etwas mehr Zeit um auf uns aufmerksam zu machen :-)

Ich habe Dich schon verstanden... es ist nicht Deine Meinung, dass Frauen erst Karriere machen wollen und dann erst ans "Kinder bekommen" denken, sondern die Meinung der meisten Mitbürger. Leider!!! Und selbst wenn es so wäre, ist es dann ein Grund jemandem seinen Kinderwunsch zu verbieten? Nein!!! Ganz klar und entschieden NEIN!!!

Würde mich freuen wenn Du mir noch einige Tips geben könntest wie wir uns aktiv an Aktionen beteiligen könnten. Wie schon geschrieben... Unterschriften sammeln wir bereits und E-Mails, sowie Briefe haben wir auch schon verschickt...

Würde mich auf Antwort freuen. Liebe Grüße Tina
Andreas
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Beitrag von Andreas »

Hi Tina,

aber bitte. :-)

Solltest Du Zahlen benötigen, findest Du das Wichtigste im Ordner "Zahlen und Fakten" (siehe oben).

Wie kannst Du Dich engagieren:
1) Brief an oder besser Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Deines Wahlkreises (siehe Link unten). Ruf einfach im Wahlkreisbüro an.
2) Briefe: nächste Woche werde ich die Adressen weiterer wichtiger Gesundheitspolitiker veröffentlichen. Schreib diese bitte an. E-Mails sind weniger effiktiv, da sie oft im Nirwana des Internets verschwinden.
3) Bisher haben wir den Kontakt zu Frauengruppen völlig vernachlässigt. Wenn Du solche Kontakte hast, dann mache die Frauengruppen auf unser Problem aufmerksam. Vielleicht können diese auch Protestbriefe veröffentlichen und ihre Mitglieder zu solchen Briefen veranlassen.
4) Frage mal in Deiner Kiwu-Praxis nach, ob unser Praxishandzettel schon ausliegt:
http://www.klein-putz.de/forum/viewtopic.php?t=9910

Wenn Du mit der Liste durch bist, darfst Du Dich wieder melden. :-)

Viele Grüße. Andreas
*Meli*
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Beitrag von *Meli* »

@Tina, hier der Bericht, der heute erschienen ist...

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Appell an Politiker: "Nachwuchs darf nicht zum Luxusgut werden"

Viernheimerin Melanie Krüger kämpft für Betroffene, die auf künstliche Befruchtung angewiesen sind / Gegen Leistungskürzung

Von unserer Mitarbeiterin Karin Maliske

Viernheim. Endlich ein eigenes Baby in den Armen wiegen - für jedes sechste Paar in Deutschland geht dieser Traum nicht in Erfüllung. Künstliche Befruchtung ist für viele der letzte Rettungsanker. Damit soll jetzt zumindest auf Kassenkosten Schluss sein. Die geplante Gesundheitsreform sieht die Streichung dieser Leistung vor. Für die 28-jährige Melanie Krüger aus Viernheim ein Unding. Per Internet macht sie sich unter "www.klein-putz.de" für Betroffene stark.

Über 3300 registrierte Benutzer kann dieses vor zwei Jahren gegründete Internet-Forum mittlerweile verzeichnen. Es bietet neben vielen Informationen rund um die ungewollte Kinderlosigkeit, unter anderem von Ärzten, Biologen und Kostenexperten, auch die Möglichkeit zum Austausch für Betroffene. Ein knuddeliger Stoffbär begrüßt die Nutzer auf der Startseite, alle Infos werden ständig aktualisiert.

Aber nicht nur am Computer kämpft Melanie Krüger gegen die Sparpläne der Gesundheitsministerin. Wer am 2. Juni abends den Fernseher eingeschaltet hatte, konnte die zierliche rothaarige Frau mit sehr viel Entschlossenheit vor der Kamera erleben. Immer sei es ihr sehnlichster Wunsch gewesen, Kinder und Familie zu haben, erzählte sie den Reportern des ZDF-Magazins WISO. Dass ihr die letzte Möglichkeit dazu nach allen vergeblichen Versuchen, auf normalem Weg ein Baby zu bekommen, jetzt auch noch erschwert bis unmöglich gemacht werden soll, kann und will sie nicht akzeptieren.

Zwischen vier- und fünftausend Euro müssen kinderlose Paare für eine entsprechende Behandlung rechnen. Bis jetzt hat das die Kasse übernommen. Die Erfolgsquote liegt bei fünfzig Prozent, jedes 80. Kind in Deutschland kam mittlerweile dank einer der unterschiedlichen Methoden einer künstlichen Befruchtung zur Welt.

Das fängt bereits bei der Verabreichung von Stimulantien an, umfassen auch die Behandlung des männlichen Partners. So ist zum Beispiel mangelnde Spermienqualität infolge negativer Umwelteinflüsse ein zunehmender Grund für ungewollte Kinderlosigkeit - die von der Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell als chronische Erkrankung anerkannt ist, häufig auch schwerwiegende psychische Folgen hat.

weitere informationen
Wer keinen Internet-Zugang hat, sich aber für das Thema interessiert, kann sich unter Telefon 91 18 41 direkt mit Melanie Krüger in Verbindung setzen.

"Mit Klonen oder ähnlichen Horrorvisionen hat das gar nichts zu tun": Melanie Krüger weiß, mit welchen Vorurteilen bis hin zur völligen Tabuisierung das Thema künstliche Befruchtung belastet ist. Hier aufzuklären, Vorurteile abzubauen, um Verständnis für die Betroffenen zu werben, das ist neben dem Kampf um die Beibehaltung der Kassenfinanzierung eines der Hauptziele der sympathischen Viernheimerin.

"Das Thema muss öffentlich werden", davon ist sie überzeugt, denn ohne Verständnis für die Problematik wird es auch keine Unterstützung geben. Die ist umso wichtiger, als sie nicht nur Hilfe für viele Betroffene bedeutet, sondern die Reformpläne von Ministerin Schmidt in puncto künstliche Befruchtung auch gesellschaftspolitischen Zündstoff enthalten.

"Auf der einen Seite jammern alle, dass zu wenige Kinder, sprich spätere Rentenzahler, geboren werden, auf der anderen Seite will man die Möglichkeit nehmen, genau das zu tun", kritisiert Krüger. Auch Ex-Minister Seehofer sprach sich bereits vehement gegen die Streichung der künstlichen Befruchtung aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aus. Zumal die Ausgaben aller Kassen dafür im Jahr 2001 nur 0,1 Prozent der Gesamtausgaben betrugen. "Wenn sich manche Betroffene diese Behandlung nicht mehr leisten können, wird Nachwuchs zum Luxus" - für Melanie Krüger ist das die bittere Konsequenz.

Briefe an die im Bundestag vertretenen Fraktionen und - auf deren Rat - an die lokalen Abgeordneten sind ein weiteres Mittel, mit dem Melanie Krüger und ihre Mitstreiter von "klein-putz.de" fast schon verzweifelt versuchen, die geplante Streichung doch noch zu verhindern. Reagiert hat mit einigen Wochen Verzögerung bislang lediglich Dr. Michael Meister. MdB Christine Lambrecht hat bis jetzt nicht geantwortet.

Demnächst soll in Berlin die Entscheidung fallen, bis zum letzten Tag wird Melanie Krüger den Kampf um den Erhalt der künstlichen Befruchtung als Kassenleistung nicht aufgeben. "So vieles wird vom Staat bezahlt, nur das Normalste von der Welt nicht" - ihr Kopfschütteln wirkt nicht resigniert, sondern sehr entschlossen.

© Südhessen Morgen - 05.07.2003
Ganz liebe Grüße
Meli

Ado Nr. 1 12/2006
Ado Nr. 2 12/2008
S. geb. 2003
C. geb. 2006

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"jedes Leben ist in der tat
einzigartig und
ein geschenk
egal wie kurz
egal wie zerbrechlich
jedes leben ist ein geschenk
welches für immer
in unseren herzen weiterleben wird"

Kleiner Stern – mit uns gelebt von
März bis April 2014
untergegangen 21./22.04.2014

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Dein kleiner Zwilling hat uns in der 10. Woche verlassen....
Tina2210
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Beitrag von Tina2210 »

Hallo Meli,

Sorry, aber ich hatte die letzten Tage nicht wirklich Zeit und kann mich jetzt erst wieder melden&#8230;
der Bericht ist ja wirklich gut geschrieben... finde ich zumindest :D .Hast Du schon Reaktionen darauf bekommen? Wenn ja, welche?
Ich komme mit meinen Unterschriftenlisten langsam voran, da ich leider im Job &#8222;keine Politik&#8220; machen darf. Habe deswegen noch einige Freunde eingespannt, die in ihrem Bekanntenkreis um Unterschriften bitten und mich unterstützen.

Liebe Grüße Tina
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